Gleiche Lebensverhältnisse für Ost und West - von diesem Ziel ist Deutschland auch 35 Jahre nach der Wiedervereinigung noch weit entfernt. Laut einem Medienbericht ist bei den Löhnen der Abstand sogar wieder größer geworden.

35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung wachsen die Lohnunterschiede zwischen West und Ost wieder. Nach einem Bericht des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" lag der Durchschnitts-Bruttolohn für Vollzeitbeschäftigte in Ostdeutschland im vergangenen Jahr mehr als 13.000 Euro oder 21 Prozent unter dem im Westen.

Das gehe aus der Jahresbilanz des Statistischen Bundesamts hervor, die das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) abgefragt hatte, so die Zeitung.

Wagenknecht: "Beschämende Bilanz"

Demnach verdienten westdeutsche Vollzeitbeschäftigte im Jahr 2023 im Schnitt 60.798 Euro brutto und ostdeutsche 48.023 Euro - ein Unterschied von 12.775 Euro. Im vergangenen Jahr habe der Durchschnitt im Westen dann bei 63.999 Euro und im Osten bei 50.625 Jahres-Brutto gelegen - der Unterschied stieg also auf 13.375 Euro.

Damit sind die Durchschnittslöhne zwar flächendeckend gestiegen, doch die Schere zwischen Ost und West ist größer geworden. Das sei 35 Jahre nach der Deutschen Einheit "eine beschämende Bilanz", sagte die BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke