Was Sie tun sollten, wenn Sie einem Wildschwein begegnen
- Ein Wildschweinangriff kann gefährlich sein.
- Das ist selten – aggressiv werden Wildschweine nur bei Stress oder Bedrohung ihres Nachwuchses.
- Wir erklären, wie man sich bei einer Begegnung mit einem Wilschwein verhält.
Wenn ein Wildschwein angreift, kann das böse enden, sagt Andreas Tietz, Stadtjäger in Dessau-Roßlau. Bachen würden demnach in solchen Fällen eher beißen, Keiler mit ihren spitzen Hauern zuschlagen: "Die schlagen meistens in die Leiste."
Wenn sie in der Leiste getroffen werden – dort sitzen natürlich sämtliche Arterien – dann ist vielleicht der Notruf das Letzte, was sie absetzen können.
Wann Wildschweine gefährlich werden können
Aber solche Angriffe passierten sehr selten, sagt Tietz. Er selbst kann sich nicht daran erinnern, dass in seinem Jagdgebiet schon einmal ein Passant von einem Wildschwein angegriffen wurde. "Wildschweine greifen eigentlich nur an, wenn sie in einer Stresssituation sind. Wenn sie verletzt sind oder in die Enge gedrängt werden." Dann greife auch Schwarzwild durchaus an.
Solche Stresssituationen können entstehen, wenn ein Wildschwein zum Beispiel nach einem Verkehrsunfall verletzt ist. Die weiblichen Tiere können aber auch dann aggressiv auftreten, wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Nachwuchs in Gefahr ist. "Da sollte man immer vorsichtig sein. Das ist meistens dann so im Januar, Februar, März. In diesen drei Monaten haben die Bachen ihre kleinen Frischlinge. Und dann sollte man schon im Wald aufpassen", rät der Jäger.
So reagieren Sie richtig bei einer Begegnung
Sollte es zu einem Angriff kommen, empfiehlt Tietz, auf keinen Fall stehen zu bleiben. Stattdessen sollte man laut sein, um das Wildschwein zu vertreiben. "Wenn das nicht hilft, würde ich versuchen, mich auf einen Hochsitz zu retten oder vielleicht auf einen Holzstapel oder einen erhöhten Baum, und würde dann die Situation abwarten, bis sich das Wildschwein zurückzieht."
Anders sieht es aus, wenn sich das Wildschwein friedlich verhält. Ist das der Fall, sollte man sich ruhig verhalten, sagt Stadtjäger Tietz. Also, nicht wegrennen, sondern einfach stehen bleiben. "Wenn das Wildschwein sie mal anhaucht, vielleicht das Wildschwein kurz ansprechen. Was man auf keinen Fall machen sollte, ist, das Wildschwein irgendwie in die Ecke zu drängen. Dann werden die aggressiv. Ansonsten wird das Wildschwein das Weite suchen."
Was Hundehalter beachten sollten
Was Wildschweine nicht mögen, sind Hunde. Tietz empfiehlt Hundehaltern deshalb, ihre Vierbeiner vor allem im Wald an die Leine zu nehmen. Sollte es zu einem Aufeinandertreffen mit einem Wildschwein kommen, rät er: "Den Hund in dem Moment an der Leine sehr kurzhalten, auf sich aufmerksam machen, sich groß machen und versuchen, den Hund zu beruhigen." Der Hund sollte möglichst am Kläffen gehindert werden, denn das Kläffen bedeute noch mehr Aggressivität für das Wildschwein. Wer all diese Tipps befolge, sollte im Normalfall keine Probleme mit Wildschweinen bekommen.
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