Jeden Tag Angriffe auf Bundespolizisten und Bahnmitarbeiter
- 2025 sind täglich Straftaten gegen Beschäftigte der Deutschen Bahn und Bundespolizei begangen worden.
- Dazu zählen etwa Bedrohungen und Körperverletzung.
- Die Deutsche Bahn will die Sicherheit ihrer Mitarbeiter verbessern.
In Deutschland sind im vergangenen Jahr jeden Tag Beschäftigte von Deutscher Bahn und Bundepolizei bedroht und attackiert worden. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des Linken-Politikers Dietmar Bartsch hervor. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum von Januar bis Oktober 2025.
Bei der Deutschen Bahn wurden im vergangenen Jahr pro Tag durchschnittlich fünf Beschäftigte im Dienst körperlich angegriffen. Den Angaben zufolge kommen statistisch noch einmal vier Fälle von Bedrohung pro Tag hinzu.
Bei der Bundespolizei wurden demnach täglich im Schnitt 30 Beamte Opfer einer Straftat, Tendenz: steigend.
Von Bedrohung bis gefährlicher Körperverletzung
Wie das Innenministerium mitteilte, wurden von Januar bis Ende Oktober 2025 insgesamt 2.987 Beschäftigte der Deutschen Bahn Opfer von Straftaten. Darunter waren 1.148 Fälle von Bedrohung, 1.231 Fälle von Körperverletzung und 324 Fälle von gefährlicher Körperverletzung.
Für die Bundespolizei weist die Statistik für den Zeitraum 9.329 Beschäftigte als Opfer einer Straftat aus. Wie aus Daten der Bundespolizei hervorgeht, waren darunter 7.529 Fälle von Widerstand, 2.981 tätliche Angriffe und 1.796 Fälle von Bedrohung.
Linken-Politiker: Dobrindt soll Schutzmaßnahmen vorlegen
Linken-Politiker Dietmar Bartsch erwartet, dass 2025 ein "traurigen Rekordjahr" werden könnte, sobald die fehlenden Zahlen für November und Dezember vorliegen.
"Mehr als 10.000 angepöbelte, angespuckte und körperlich angegriffene Bundespolizisten und Bahnmitarbeiter – diese inakzeptablen Zahlen stellen unserem Land ein verheerendes Zeugnis aus". Diese Verrohung dürfe nicht hingenommen werden. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) müsse einen Plan für Schutzmaßnahmen vorlegen.
Deutsche Bahn: "Jeder Übergriff ist einer zu viel"
Ein Bahnsprecher sagte der Deutschen Presseagentur: "Jeder Übergriff auf einen DB-Beschäftigten ist einer zu viel." Die Sicherheit der Mitarbeitenden – wie die aller Fahrgäste – habe oberste Priorität. Deshalb setze man im Rahmen von drei Sofortprogrammen für 2026 einen besonderen Schwerpunkt darauf.
Der damalige Bahnchef Richard Lutz hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass bei rund der Hälfte der Übergriffe Zugpersonal im Regionalverkehr betroffen sei. Aber auch Reinigungskräfte oder Servicekräfte am Bahnhof oder Kundenberater oder Busfahrer seien angegriffen worden.
Seit 2024 stattet die Bahn ihre Mitarbeiter für den Kontakt mit Fahrgästen im Nahverkehr schrittweise und auf freiwilliger Basis mit Bodycams aus.
dpa, MDR (akq)
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