• Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz rät zu einem Vorrat an Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten – und dazu, eine Warn-App zu nutzen.
  • Der Verband kommunaler Unternehmen erklärt, trotz eines guten Energiesystems gebe es keinen hundertprozentigen Schutz vor Angriffen.

Eine Vorbereitung auf einen Notfall sei immer individuell und richte sich nach den persönlichen Bedürfnissen, darauf verweist Ralph Tiesler, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Warn-App sowie Vorräte an Wasser und Lebensmittel

Auf der Webseite des Bundesamtes gibt Tiesler weitere Tipps zur Vorsorge: "Packen Sie beim nächsten Einkaufen ein oder zwei Produkte zusätzlich ein, zum Beispiel Nudeln oder Konserven. Machen Sie das mehrmals, schon haben Sie einen Vorrat für mehrere Tage", so Tiesler. Er verweist zudem auf die Warn-App und rät dazu sich zu informieren, bei welchen Anlaufstellen man sich in der Gemeinde im Notfall informieren kann.

Auch solle man einen Blick in die Hausapotheke werfen und prüfen, ob benötigte Medikamente für mehrere Tage vorrätig sind. "Denken Sie dabei auch an Ihre Kinder. Vor allem kleine Kinder, denken Sie an Windeln, denken Sie an Babynahrung. Oder wenn Sie Haustiere haben, vergessen Sie die bitte auch nicht", sagt Tiesler.

Vorsorge treffen für den Fall eines Stromausfalles

Bei einem Stromausfall empfiehlt das Bundesamt unter anderem, kleinere Mahlzeiten auf einem Campingkocher zuzubereiten, sich mit warmer Kleidung und Decken zu versorgen, weil die Heizung möglicherweise nicht mehr funktioniert, auf solarbetriebene Batterieladegeräte zurückzugreifen und ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio bereitzuhalten, damit Mitteilungen der Behörden verfolgt werden können. Kochen sollte man aber nicht in der Wohnung, sondern zum Beispiel auf dem Balkon. Wichtig ist der Behörde zufolge auch, dass jeder Haushalt immer größere Mengen Wasser vorrätig hat.

Verband: Hundertprozentiger Schutz ist nicht möglich

Zum Stromausfall in Berlin teilte der Verband der kommunalen Unternehmen auf eine Anfrage vom MDR AKTUELL schriftlich mit: "In Deutschland verfügen wir über ein sehr dezentrales und redundant aufgestelltes Energiesystem. Die Netzbetreiber in Deutschland stellen jeden Tag mit großer Professionalität die Versorgung sicher. Gleichwohl ist es nicht möglich, die weitverzweigte flächendeckende Versorgungsinfrastruktur in Deutschland vollständig gegen derartige gezielte Angriffe zu schützen. Eine hundertprozentige Sicherheit kann es nicht geben."

Es ist nicht möglich, die weitverzweigte flächendeckende Versorgungsinfrastruktur in Deutschland vollständig gegen derartige gezielte Angriffe zu schützen.

Verband der kommunalen Unternehmen

Der ADAC rät Verbrauchern auf seiner Webseite zudem, sich mit dem Thema Notstromaggregat näher zu beschäftigen. Je nach Leistungsklasse könnten einzelne Geräte, ganze Räume oder sogar ein komplettes Haus versorgen. Die Generatoren werden etwa mit Benzin oder Diesel betrieben. Vor dem Kauf, so der ADAC, sollte sich jeder genau überlegen, welche Leistung das Notstromaggregat haben soll, damit im Ernstfall mindestens der Kühlschrank über einen längeren Zeitraum betrieben werden kann.

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