Vorerst keine Streiks im regionalen Nahverkehr in Sachsen
In Sachsen haben die Verhandlungen über die Löhne und Gehälter der Beschäftigten von zwölf regionalen Nahverkehrsunternehmen begonnen. Die Gewerkschaft Verdi erklärte am Donnerstag, die Auftaktrunde sei sehr konstruktiv verlaufen. Deshalb werde es mindestens bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 12. Februar keine Streikaktionen geben.
Kein Gegenangebot, aber offene Atmosphäre
Wie Gewerkschaftssekretär Sven Vogel MDR SACHSEN sagte, hat der Arbeitgeberverband Nahverkehr Gruppe Sachsen (AVN Sachsen) zwar kein eigenes Angebot vorgelegt. Trotzdem sei das Gespräch sehr konstruktiv gewesen. Die Arbeitgeber hätten aber zugesagt, sich trotz enger finanzieller Spielräume inhaltlich mit den Verdi-Forderungen zu beschäftigen. Zudem sei ein Fahrplan für die nächsten Gespräche vereinbart worden.
Im Gegensatz zu anderen Tarifauseinandersetzungen im ÖPNV plant Verdi bei den Verhandlungen mit dem AVN Sachsen vorerst keine Arbeitsniederlegungen.Bildrechte: picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar GabbertVerdi will acht Prozent mehr für 3.300 Beschäftigte
Verdi und der AVN Sachsen verhandeln über die Tarife für rund 3.300 Beschäftigte. Betroffen sind die Unternehmen:
- Regionalverkehr Westsachsen Zwickau
- ETP Chemnitz
- Regionalverkehr Erzgebirge
- Regiobus Mittelsachsen
- Verkehrsgesellschaft Meißen
- DVS Dresden
- Regionalverkehr Sächsische Schweiz und Osterzgebirge
- Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda
- Regionalbus Oberlausitz
- Görlitzer Verkehrsbetriebe
- Omnibusverkehr Oberlausitz Niesky
- DB Regio Bus Ost Zittau
Die Unternehmen bedienen Busstrecken sowie in Görlitz und Zwickau Straßenbahnlinien.
Hauptforderung der Gewerkschaft ist die Anhebung der Gehälter in zwei Stufen um insgesamt acht Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten. Auch die Azubivergütung soll angehoben werden. Zudem verlangt Verdi unter anderem Erhöhungen der Jahressonderzahlung und der Nachtzulage, zwei zusätzliche Urlaubstage und die Einhaltung der Fünf-Tage-Woche auch beim Schichtdienst.
Bund und Sachsen sollen mehr zahlen
Bei der Finanzierung sieht die Gewerkschaft den Bund und den Freistaat Sachsen in der Pflicht. Sie müssten endlich einen größeren Anteil der Kosten für den Öffentlichen Personennahverkehr übernehmen und nicht den Kommunen die Hauptlast aufbürden.
MDR (stt)
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