Sowohl von der Energiekrise durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine als auch durch steigende Kosten für Sprit und Heizöl zeigt sich die Haltung der Deutschen zum CO₂-Preis unbeeindruckt. Daten einer vierjährigen Erhebung der Hochschule Bochum zwischen 2019 und 2022 zeigen: Konstant mehr als die Hälfte stimmen einem CO₂-Preis von zehn bis dreißig Euro pro Tonne zu.

Und auch bei hundert Euro pro Tonne sind es konstant um die vierzig Prozent Zustimmung unter den 4.000 Befragten der vorliegenden Längsschnittstudie. Während die politische Einstellung oder die Akzeptanz des Klimawandels kaum eine Rolle für Änderungen in der Zustimmung spiele, sinke die Zustimmung deutlich, wenn Menschen tatsächlich hohe Energiekosten zu tragen hätten.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Unterstützung für die CO₂-Bepreisung deutlich stabiler ist, als häufig angenommen wird – sie bricht auch unter stark gestiegenen Energiepreisen nicht ein", so Erstautor Stephan Sommer von der Hochschule Bochum.

CO₂-Preis: Mehr wünschen sich Einsatz der Einnahmen für sozialen Ausgleich

Geändert hat sich zudem die Haltung, wie die Mehreinnahmen aus dem CO₂-Preis eingesetzt werden sollen: Zwar sehe der Großteil das Geld im Klimaschutz und in grüner Infrastruktur am besten aufgehoben. Zugenommen habe aber auch der Anteil der Befragten, die sich von den Mehreinnahmen einen sozialen Ausgleich für Menschen mit geringerem Einkommen wünschen.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke