• Auch Kreuzfahrtschiffe sind betroffen
  • Deutsche sollen sich in Krisenvorsorgeliste "Elefand" eintragen
  • Demonstrationen in mehreren Städten

Durch den militärischen Konflikt im Nahen Osten sitzen tausende deutsche Touristen in der Golfregion fest. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden an sieben großen Flughäfen der Nahost-Region mehr als 3.400 Flüge gestrichen.

Zudem dürfen mehrere Kreuzfahrtschiffe die Häfen in Dubai, Doha und Abu Dhabi derzeit nicht verlassen. Darunter sind auch zwei Schiffe von Tui Cruises mit insgesamt rund 5.000 Urlaubern und mehr als 2.000 Besatzungsmitgliedern.      

Auswärtiges Amt verschärft Reisehinweise für Nahen Osten

Am Sonnabend hatte das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgesprochen. Gewarnt wird konkret vor Reisen in die folgenden Staaten oder Gebiete: Israel/Palästinensische Gebiete, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Jemen.

Deutsche sollen sich in Krisenvorsorgeliste eintragen

Die deutsche Botschaft in Tel Aviv forderte zudem die Deutschen in Israel auf, sich dringend an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden zu halten. "Bleiben Sie vor allem nah an geeigneten Schutzräumen", schreibt der deutsche Botschafter Steffen Seibert auf X. Deutsche im Iran, in Israel und der weiteren Region sind laut Außenministerium aufgerufen, sich auf der Krisenvorsorgeliste "Elefand" zu registrieren.

Auf der Liste kann man Kontaktdaten angeben, um bei Krisen Informationen und Unterstützung zu erhalten. Eintragen können sich dauerhaft im Ausland lebende Deutsche, aber auch Urlauber oder Geschäftsreisende, die kürzer dort sind. Eine Meldepflicht für Bundesbürger im Ausland gibt es nicht. 

Exil-Iraner demonstrieren in Deutschland

In mehreren deutschen Städten sind Exil-Iraner auf die Straße gegangen, um für ein schnelles Ende des islamischen Regimes in ihrer Heimat zu demonstrieren. In Berlin versammelten sich rund 1.800 Leute am Brandenburger Tor. In Düsseldorf gingen 5.000 Menschen auf die Straße. Viele von ihnen trugen Plakate mit Bildern von Reza Pahlavi, dem Sohn des 1979 gestürzten Schahs, der sich als Übergangsführer des Irans ins Spiel gebracht hat. Auch in Leipzig gab es eine Kundgebung. Auf dem Augustusplatz kamen mehrere hundert Menschen zusammen.

Bereits am Sonnabend hatte es Demonstrationen gegeben, so etwa in Berlin, München, Hamburg und Frankfurt am Main.

dpa, Reuters (isc, kos)

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