Traumwetter, aber trocken: Sachsen startet mit Waldbrandgefahr ins Wochenende
Trotz kalter Nächte steht Sachsen ein sonniges und ungewöhnlich mildes Frühlingswochenende bevor. Das berichtet MDR-Wetterexpertin Susanne Langhans bei MDR SACHSEN. Anhaltendes Hochdruckwetter werde bis Sonntag für "Traumwetter" sorgen. Nachts seien aber weiterhin Bodenfrost und sogar Reifglätte möglich.
Langhans warnt mit Blick auf das Wochenende auch vor steigender Waldbrandgefahr. Abgestorbenes Gras, trockenes Laub und fehlende neue Vegetation könnten derzeit besonders leicht Feuer fangen, weil die frische Pflanzenschicht noch keine Feuchtigkeit speichern könne.
Wochenende: Mittlere Warnstufe in weiten Teilen Sachsens
Laut der Prognose des Waldbrandmonitors besteht am Freitag und über das Wochenende in weiten Teilen Sachsens mittlere Waldbrandgefahr, das heißt Warnstufe 3 von 5.
Ab einer Waldbrandgefahrenstufe 4 sollten Waldbesuche nur unter größter Vorsicht oder gar nicht stattfinden.
Vorsicht beim Waldbesuch!
Der Sachsenforst ruft zu einem umsichtigen Verhalten in den Wäldern auf. Die Erfahrung zeige, dass die meisten Waldbrände auf Fahrlässigkeit oder Brandstiftung zurückzuführen seien, hieß es in einer Mitteilung Mitte der Woche.
In Sachsen ist offenes Feuer im Wald ganzjährig verboten, erinnert Sachsenforst. Das betreffe auch das Rauchen und das Zünden von Lagerfeuern. Zudem könnten abgestellte Fahrzeuge auf trockenen Waldböden Brände verursachen.
Tägliches Waldbrand-Monitoring gestartet
Seit Monatsbeginn ist die tagesaktuelle Waldbrandüberwachung wieder angelaufen. Für 31 Regionen in Sachsen wird täglich das Risiko neu bewertet. Trockene sandige Böden und geringe Niederschläge machen einige Gebiete besonders anfällig.
In diesen Regionen kommt laut Sachsenforst auch die kameragestützte Waldbrandfrüherkennung zum Einsatz. Sie soll Brände bereits in der Entstehungsphase erkennen und damit Einsätze beschleunigen.
Erinnerung an den Großbrand in der Gohrischheide
Wie schnell sich ein Brand zur Gefahr entwickelt, zeigte im Vorjahr das Feuer in der kampfmittelbelasteten Gohrischheide im Kreis Meißen: Rund 2.000 Hektar Wald gingen in Flammen auf, Hunderte Feuerwehrleute waren zwei Wochen lang ununterbrochen im Einsatz.
Der überwiegende Anteil der rund 2.000 Hektar verbrannter Waldfläche im vergangenen Jahr sei auf dieses Feuer zurückzuführen, so der Sachsenforst.
MDR (phb/sme)/dpa
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