Anstieg der Spritpreise trifft Deutschland am stärksten
Nach einer Auswertung der Monopolkommission sind die Spritpreise in Deutschland infolge des Iran-Kriegs stärker gestiegen als in jedem anderen EU-Land. Tomaso Duso, Vorsitzender des unabhängigen Beratungsgremiums der Bundesregierung, erklärte, die aktuellen Daten der EU-Kommission zu den Kraftstoffpreisen in allen 27 Mitgliedstaaten zeigten ein klares Bild: "Deutschland ist beim Preisanstieg Spitzenreiter". Die Berechnungen erfolgten dabei ohne Berücksichtigung von Steuern und Abgaben.
Diesel- und Benzinpreise steigen deutlich stärker als im EU-Durchschnitt
Vergleicht man die Preise an den Tankstellen ohne Steuern und Abgaben von dieser Woche mit der Woche vor Kriegsbeginn, liegt der Dieselpreis in Deutschland demnach um 44 Prozent höher. Im EU-Durchschnitt betrage der Anstieg lediglich 29 Prozent. Beim Benzin liege der Preisanstieg in Deutschland bei 29 Prozent, im EU-Durchschnitt dagegen nur bei 16 Prozent. "Zum Vergleich: Der zugrunde liegende Ölpreis ist im selben Zeitraum um 27 Prozent gestiegen, so Duso.
Ölpreis nur ein Teil der Erklärung
Die höheren Kraftstoffpreise seien in geopolitischen Krisen zunächst vor allem auf gestiegene Ölpreise zurückzuführen. Dass die Preisanstiege in Deutschland jedoch deutlich stärker ausfallen als im europäischen Durchschnitt, deute darauf hin, dass strukturelle Probleme im Mineralölmarkt angegangen werden müssten, erklärte der Vorsitzende der Monopolkommission.
dpa(mbe)
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