• Mehr als 20.000 Kirchenaustritte in Sachsen
  • 12.000 Austritte in Sachsen-Anhalt und Thüringen
  • 44 Prozent noch evangelisch oder katholisch

Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben im vergangenen Jahr zusammen mehr als 650.000 Mitglieder durch Austritte verloren. Den neusten Statistiken zufolge registrierte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bis zum 31. Dezember 2025 rund 350.000 Kirchenaustritte. Der katholischen Kirche kehrten im selben Zeitraum gut 307.000 Gläubige den Rücken.

Mehr als 20.000 Kirchenaustritte in Sachsen

Im Bundesland Sachsen verlor die evangelische Kirche im vergangenen Jahr 2025 rund 17.700 Mitglieder durch Austritt. Die Gesamtzahl der evangelischen Christen lag hier noch bei knapp 558.000. Die katholische Kirche verzeichnete nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz im selben Zeitraum knapp 2.600 Austritte im Freistaat. Demnach gab es Ende 2025 noch rund 135.400 Katholiken in Sachsen.

12.000 Austritte in Sachsen-Anhalt und Thüringen

Für das Bundesland Sachsen-Anhalt meldet die Deutsche Bischofskonferenz für das Jahr 2025 mehr als 1.000 Kirchenaustritte von Katholiken. Demnach gehörten zum Jahresende noch rund 61.300 Sachsen-Anhalter der katholischen Kirche an.

Die hauptsächlich in Sachsen-Anhalt und Thüringen vertretene Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) verlor im vergangenen Jahr knapp 9.300 Mitglieder durch Kirchenaustritt. Die Zahl der EKM-Mitglieder lag 2025 noch bei rund 552.300.

In Thüringen traten nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz 2025 knapp 1.900 Menschen aus der katholischen Kirche aus. Die Zahl der Katholiken lag hier zuletzt noch bei knapp 143.000.

44 Prozent noch evangelisch oder katholisch

Deutschlandweit gehörten Ende 2025 noch 17,4 Millionen Menschen der evangelischen und 19,2 Millionen Gläubige der katholischen Kirche an. Die insgesamt rund 36,6 Millionen Angehörigen der beiden größten deutschen Kirchen machen demnach insgesamt noch 44 Prozent der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik aus.

MDR/KNA/dpa/epd (dni)

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