KZ-Gedenkstätten fordern Unesco-Welterbestatus
Zum Hintergrund des Vorstoßes sagte Wagner im Gespräch mit dem MDR, dass die zunehmend geringer werdende Zahl an Überlebenden negative Auswirkungen auf die Gedenkstätten und die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen habe.
Je weniger Überlebende es gebe, desto stärker seien die Versuche, "die NS-Verbrechen und die Gedenkstätten für partikulare aktuelle politische Zwecke zu missbrauchen", so Wagner weiter.
Der Geschichtsrevisionismus nimmt sehr deutlich zu und damit auch die direkten Angriffe auf die Gedenkstätten.
Der Historiker Jens-Christian Wagner leitet die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.Bildrechte: IMAGO / ariZudem nehme der Geschichtsrevisionismus deutlich zu – "und damit auch die direkten Angriffe auf die Gedenkstätten. Das merken wir sehr stark in der Gedenkstätte Buchenwald und auch im Mittelbau-Dora". Laut Wagner sei das kein lokales oder deutsches Phänomen. Auch Gedenkstätten in Frankreich, Polen oder Österreich seien damit konfrontiert.
Auf der Unesco-Welterbeliste steht bislang nur das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Eine Aufnahme weiterer Gedenkstätten könnte deren langfristigen Schutz sichern, ist sich Wagner sicher.
Quelle: MDR, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora; redaktionelle Bearbeitung: tmk
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke