Ex-Biathlet Lesser: "Hoffe, dass Geld da nicht nur verbrannt wird"
- Ex-Biathlet Erik Lesser glaubt, dass die geplante Spitzensportagentur unter bestimmten Bedingungen Erfolg haben kann.
- Dafür müsse aber auch der Breitensport gefördert werden.
- Außerdem brauche es mehr Unterstützung für Vereine, Schulen und Kitas.
Der frühere Spitzen-Biathlet und heutige ARD-Sportschau-Experte Erik Lesser hat zurückhaltend auf die geplante Spitzensportagentur in Leipzig reagiert. Der aus Thüringen stammende Sportler sagte MDR AKTUELL: "Ich hoffe, dass diese neue Agentur auch wirklich sinnstiftend ist, dass das Geld da nicht nur verbrannt wird."
Entscheidungen müssten von echten Experten kommen und wissenschaftlich fundiert sein. Ein weiteres "Trial and Error" könne sich Deutschland nicht mehr leisten, "wenn man sich den Medaillenspiegel der letzten Olympischen Spiele mal anschaut". Unter diesen Voraussetzungen könne die Spitzensportagentur "der richtige Weg" sein.
Lesser: Sport muss gesamtgesellschaftlich wieder wichtig werden
Lesser betonte zugleich, für einen erfolgreichen Spitzensport brauche es eine starke Basis im Breitensport. Es kämen zu wenige Kinder in den Nachwuchs, Sportstätten und Vereine seien oft überlastet.
Dem Ex-Biathleten zufolge ist es auch wichtig, dass Sport gesamtgesellschaftlich wieder als etwas Wichtiges betrachtet wird. "Ich glaube, Sport sollte jedes Kind machen, egal, ob es später mal zum Spitzensport kommt."
Unterstützung für Kitas, Schulen und Vereine
Wenn es gelinge, Freude an Bewegung zu vermitteln, könne man daraus auch relativ einfach die Freude am Spitzensport wecken, glaubt Lesser.
Dafür brauche es einerseits Unterstützung für Kindergärten, Schulen und Vereine, anderseits müssten aber auch baufällige Sportstätten dringend saniert werden. All das könne helfen, den Sport wieder attraktiver zu machen.
MDR (akq)
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