25. März | Alexander Kluge († 94 Jahre)

Der gebürtige Halberstädter gilt als einer der vielseitigsten Intellektuellen in Deutschland. Der Filmemacher und Autor prägte in den 1960er- und 1970er-Jahren den Neuen Deutschen Film mit Streifen wie Abschied von gestern (1966), Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (1968) und Deutschland im Herbst (1978). Mit seinen Kultur-TV-Formaten prägte Kluge das deutsche Fernsehen und sicherte sich mit seiner Produktionsfirma dctp Sendeplätze bei Privatsendern – etwa mit dem Magazin "Spiegel TV". Daneben schrieb er Kurzgeschichten und verfasste wissenschaftliche und philosophische Arbeiten. Kluge wurde unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis und dem Klopstock-Preis geehrt.

Alexander Kluge *14. Februar 1932 – † 25. März 2026 Bildrechte: IMAGO / Sven Simon

19. März | Chuck Norris († 86 Jahre)

Der Action-Star, Kampfkünstler und Schauspieler hatte bis ins hohe Alter geschauspielert, wenn auch zuletzt immer seltener. Auf Leinwand und Bildschirm ließ er meist die Fäuste fliegen. 2012 schlug er in "The Expendables 2" als Senior der Altherren-Riege noch an der Seite von Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis zu. Berühmt geworden war er in Deutschland insbesondere durch seine Dauer-Rolle als Gesetzeshüter Cordell Walker in der TV-Serie "Walker, Texas Ranger". Seit 1993 hatte er mehr als acht Jahre den uramerikanischen Ranger in Texas gespielt, der für Recht und Gesetz eintritt.

Chuck Norris *10. März 1940 – † 19. März 2026 Bildrechte: picture alliance/dpa/Australian Press | Christopher Khoury

14. März | Jürgen Habermas († 96 Jahre)

Jürgen Habermas gilt als einer der einflussreichsten und bekanntesten deutschen Philosophen und Soziologen der Zeit, der intellektuelle Debatten prägte. Als Hauptwerk gilt seine "Theorie des kommunikativen Handelns" von 1981. Geboren in Düsseldorf und aufgewachsen in Gummersbach, machte er dort 1949 sein Abitur und studierte dann bis 1954 in Göttingen, Zürich und Bonn – Philosophie, Geschichte, Psychologie, Literatur, Ökonomie. In Bonn wurde er im Februar 1954 mit "Das Absolute und die Geschichte" promoviert. Er wird zur zweiten Generation der "Frankfurter Schule" gezählt, seit ein Stipendium ihn 1956 nach Frankfurt/Main an das Institut für Sozialforschung führte, als Forschungsassistent bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno. Ihre kritische Theorie führte er weiter, wobei Habermas kommunikative Interaktionen als Grundlage des Handelns sozialer Individuen setzte.

Jürgen Habermas *18. Juni 1929 – † 14. März 2026 Bildrechte: picture alliance / dpa | Simela Pantzartzi

12. März | Joachim Wanke († 84 Jahre)

Joachim Wanke, der 1994 erster Bischof des nach der Wiedervereinigung neu gegründeten Bistum Erfurt wurde, prägte über fast zwei Jahrzehnte das katholische Leben in Thüringen. 1966 wurde er in Erfurt zum Priester geweiht, 1980 erhielt er die Bischofsweihe. Höhepunkte seiner Amtszeit war unter anderem der historische Besuch von Papst Benedikt XVI. 2011 in Thüringen, bei dem dieser unter anderem im Augustinerkloster auf Vertreter der evangelischen Kirche traf und gemeinsam mit Wanke einen Gottesdienst an der Wallfahrtskirche Etzelsbach feierte. 2012 nahm Papst Benedikt XVI. Wankes Rücktrittsgesuch aus gesundheitlichen Gründen an. Wanke lebte anschließend im Ruhestand in Erfurt, blieb aber soweit möglich weiterhin für das Bistum aktiv.

Joachmi Wanke *4. Mai 1941 – † 12. März 2026 Bildrechte: IMAGO / VIADATA

19. Februar | Eric Dane († 53 Jahre)

Der US-Schauspieler Eric Dane begann seine Karriere in den 1990er-Jahren mit Gastrollen in Serien wie "California High School", "Eine schrecklich nette Familie" und "Charmed – Zauberhafte Hexen". Seinen internationalen Durchbruch feierte er ab 2006 als charismatischer Chirurg Mark Sloan in "Grey's Anatomy". An der Seite von Patrick Dempsey prägte er als "McSteamy" über sechs Staffeln die Erfolgsserie und wurde zum Publikumsliebling. Nach seinem Ausstieg 2012 übernahm Dane die Hauptrolle des Navy-Captains Tom Chandler in der Endzeitserie "The Last Ship", die fünf Staffeln lang lief. Ab 2019 zeigte er in der HBO-Produktion "Euphoria" eine deutlich düsterere Seite als Familienvater Cal Jacobs. Auch im Kino war Dane präsent: In "X-Men: Der letzte Widerstand" spielte er den Mutanten Multiple Man, zudem wirkte er in Filmen wie "Marley & Ich", "Valentinstag" und zuletzt in "Bad Boys: Ride or Die" mit.

Eric Dane *9. November 1972 – † 19. Februar 2026 Bildrechte: picture alliance / abaca | AFF/ABACA

17. Februar | Lambert Hamel († 85 Jahre)

Der TV- und Bühnenschauspieler Lambert Hamel gehörte zu den bekanntesten Gesichtern im deutschen Fernsehen ‒ auch wenn seinen Namen nicht gleich jeder parat hatte. In Krimis spielte er oft den Fiesling oder den Bösen, auch Polizist, Arzt und Bischof war er schon ‒ und der Einheitskanzler Helmut Kohl. Wie seine Familie mitteilte, verstarb er nach kurzer schwerer Krankheit. Hamel hatte in den 60er Jahren zunächst an zahlreichen westdeutschen Bühnen Engagements. Ab den 70er Jahren spielte er in zahlreichen Fernsehproduktionen mit, so in "Der Kommissar", "Derrick", "Tatort", und Donna-Leon-Verfilmungen. Zuletzt war er in der Fernsehreihe "Tonio & Julia" zu sehen. Mit seiner schauspielerischen Vielfalt feierte Hamel auch auf der Bühne Erfolge.

Lambert Hamel *7. Juni 1940 – † 13. Februar 2026 Bildrechte: picture alliance/dpa | Ursula Düren

17. Februar | Jesse Jackson († 84 Jahre)

Jesse Jackson war einer der bedeutendsten Bürgerrechtsaktivisten der USA und Wegbegleiter Martin Luther Kings. Seit den 1960er-Jahren engagierte er sich für die Rechte von Afroamerikanern in den Staaten.

Als Politiker der Demokraten kandidierte er zweimal für das Präsidentenamt und bereitete damit letztlich den Weg für die Wahl des ersten schwarzen Präsidenten Barack Obama im Jahr 2008. Von Präsident Bill Clinton erhielt er 2000 die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung der USA.

Jesse Jackson *8. Oktober 1941 – † 17. Februar 2026Bildrechte: Bildallianz / ASSOCIATED PRESS | Mike Stewart

15. Februar | Robert Duvall († 95 Jahre)

Er war einer der großen Schauspieler der vergangenen Jahrzehnte, spielte in dem großen Mafia-Epos "Der Pate" und in "Apocalypse Now": Hollywood-Star Robert Duvall. Seit den 1960er-Jahren absolvierte er über 130 Film- und Fernsehauftritte und stand noch in hohem Alter vor der Kamera. 1984 gewann Duvall einen Oscar für seine Rolle des alkoholsüchtigen Country-Sängers Mac Sledge in "Das Comeback der Liebe" ("Tender Mercies"). Er selbst sah sich am liebsten in Western-Rollen: An der Seite von John Wayne spielte er 1969 in "Der Marshal" den berüchtigten Banditen Ned Pepper, ein Millionenpublikum kennt ihn aus der Western-Serie "Weg in die Wildnis" ("Lonesome Dove").

Robert Duvall *5. Januar 1931 – † 15. Februar 2026Bildrechte: Picture-Alliance/dpa | Evan Agostini

14. Februar | Henrike Naumann († 41 Jahre)

Die in Zwickau geborene Installationskünstlerin nutzte in ihrer Arbeit Möbel und Design, um ihre Sicht auf Gesellschaft und Politik darzustellen. Dafür wurde sie vielfach ausgezeichnet und mit Ausstellungen auf der ganzen Welt geehrt.

Im Mai 2025 wurde Henrike Naumann als Mitgestalterin des Deutschen Pavillons auf der diesjährigen Kunstbiennale in Venedig ausgewählt. Wie ihre Familie mitteilte, starb Naumann "nach einer viel zu spät diagnostizierten Krebserkrankung" in Berlin.

Henrike Naumann *1984 – † 14. Februar 2026Bildrechte: IMAGO / NurPhoto

11. Februar | James Van Der Beek († 48 Jahre)

Der US-Schauspieler wurde durch die Serie "Dawson’s Creek" weltweit bekannt, in der er den Highschool-Schüler Dawson Leery spielte. Die Serie ums Erwachsenwerden zog über sechs Staffeln (1998-2003) ein Millionenpublikum in ihren Bann. Die ersten Filmrollen hatte Van Der Beek in der Komödie "Angus – voll cool" und in der Drama-Romanze "I Love You, I Love You Not". Es folgten TV-Auftritte in Serien wie "How I Met Your Mother", "Apartment 23" oder "Friends with Better Lives". Seine Rolle als Football-Spieler in dem Filmdrama "Varsity Blues" brachte ihm bei den MTV Movie Awards 1999 die Trophäe für die beste "Breakthrough Performance" als herausragender Newcomer ein. Weitere Filmauftritte hatte er unter anderem in "Texas Rangers", "Die Regeln des Spiels", "Labor Day", "Downsizing" und 2020 in der Horrorkomödie "Bad Hair".

Im November 2024 machte Van Der Beek eine Darmkrebserkrankung öffentlich.

James Van Der Beek *8. März 1977 – † 11. Februar 2026Bildrechte: IMAGO / Avalon.red

11. Februar | Cees Nooteboom († 92 Jahre)

Der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom prägte über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg die europäische Literatur als Romancier, Lyriker, Essayist und Reiseautor. Sein Debütroman "Philip und die anderen" erschien 1955. Den internationalen Durchbruch schaffte er 1980 mit dem Roman "Rituale", einer vielfach ausgezeichneten tragikomischen Erzählung über Zeit und Erinnerung. Werke wie "Die folgende Geschichte" und "Allerseelen" festigten seinen Ruf als großer europäischer Erzähler. Nooteboom war zugleich Chronist seiner Zeit. Als Reporter erlebte er 1956 den Ungarn-Aufstand in Budapest, berichtete 1968 aus Paris und wurde 1989 in Berlin Zeuge des Mauerfalls, den er in seinen "Berliner Notizen" literarisch verarbeitete. Das Reisen verstand er als Voraussetzung des Schreibens – als Schule des Sehens und Denkens. Heimat war für ihn weniger ein Ort als die niederländische Sprache, in der er all seine Werke verfasste.

Cees Nooteboom *31. Juli 1933 – † 11. Februar 2026Bildrechte: IMAGO / Thilo Schmülgen

11. Februar | Helmuth Rilling († 92 Jahre)

Der Dirigent und Musikpädagoge Helmuth Rilling galt als Institution des internationalen Musiklebens und als einer der bedeutendsten Interpreten von Johann Sebastian Bach. 1954 gründete Rilling die "Gächinger Kantorei", 1965 folgte das "Bach-Collegium Stuttgart". 1981 rief er die Internationale Bachakademie Stuttgart ins Leben, die er bis 2013 leitete. Generationen von Musikerinnen und Musikern prägte er als Lehrer und Dirigent. Besondere Maßstäbe setzte Rilling mit der ersten Gesamteinspielung der Werke Bachs auf 172 CDs. Den Titel "Bach-Papst" lehnte er ab – er verstand sich schlicht als Musiker. Zahlreiche Auszeichnungen begleiteten seine Karriere, darunter 2011 der "Herbert-von-Karajan-Musikpreis". Sein Lebenswerk ist auf Millionen Tonträgern dokumentiert.

Helmuth Rilling *29. Mai 1933 – † 11. Februar 2026Bildrechte: picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa

1. Februar | Rita Süssmuth († 88 Jahre)

Rita Süssmuth setzte als Bundestagspräsidentin und engagierte Kämpferin für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen bedeutende Akzente in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die CDU-Politikerin kam Anfang der 80er-Jahre als Seiteneinsteigerin in die Politik. Als Professorin für Erziehungswissenschaften wurde sie 1985 Ministerin für Jugend, Familie und Gesundheit im Kabinett von Bundeskanzler Helmut Kohl. Dort erwarb sie sich schnell ein hohes Ansehen. Die engagierte Katholikin fiel durch eine liberale Linie in der Frauen- und Abtreibungspolitik sowie durch ein modernes Familienbild auf. Damit eckte sie auch in ihrer eigenen Partei an. Auch beim Umgang mit der damals aufkommenden Immunschwächekrankheit HIV setzte sie eigene Akzente: Leidenschaftlich kämpfte sie gegen die Ausgrenzung der Erkrankten.

1988 wurde Süssmuth im Alter von 51 Jahren Bundestagspräsidentin, erst als zweite Frau in diesem Amt. Unter ihrer Führung wurde der Bundestag nach der Wiedervereinigung zum gesamtdeutschen Parlament und vollzog den Umzug von Bonn nach Berlin. Bis 1998 hatte sie das Amt inne. Engagiert blieb Süssmuth auch nach ihrem Ausscheiden aus der aktiven Politik im Jahr 2002: Sie setzte sich in der von älteren Männern geprägten CDU resolut für eine Frauenquote ein. Im Juni 2024 hatte sie eine Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht. Nun ist Süssmuth im Alter von 88 Jahren gestorben.

Rita Süssmuth *17. Februar 1937 – † 1. Februar 2026Bildrechte: picture alliance/dpa | Christoph Reichwein

30. Januar | Catherine O’Hara († 71 Jahre)

Catherine O’Hara startete ihre Karriere in den 1970er-Jahren bei Second City in Toronto, wo sie erstmals mit Eugene Levy zusammenarbeitete – eine Partnerschaft, die später in der Kultserie "Schitt’s Creek" ihren Höhepunkt fand.

Weltweite Bekanntheit erlangte sie als Mutter von Kevin im Weihnachtsklassiker "Kevin allein zu Haus". Für ihre dramatischen Rollen, zuletzt in "The Last of Us" und als Hollywood-Produzentin in "The Studio", wurde sie erneut gefeiert und jeweils mit einer Emmy-Nominierung gewürdigt.

Catherine O’Hara *4. März 1954 – † 30. Januar 2026Bildrechte: picture alliance/dpa/Invision/AP | Chris Pizzello

26. Januar | Richie Beirach († 78 Jahre)

Der US‑amerikanische Jazz-Pianist und Komponist Richard "Richie" Alan Beirach prägte über Jahrzehnte die internationale Jazz-Szene. 1947 in New York geboren, erhielt er schon früh eine klassische Klavierausbildung, bevor er am Berklee College of Music und an der Manhattan School of Music studierte. Seine musikalische Handschrift – lyrisch, harmonisch komplex und tief im modernen Jazz verwurzelt – entwickelte er in Zusammenarbeit mit bedeutenden Größen wie Freddie Hubbard, Lee Konitz, Chet Baker und John Abercrombie.

Im Laufe seiner Karriere wirkte er an mehr als 400 Aufnahmen mit; sein erstes Soloalbum Eon erschien 1974. Im Jahr 2001 folgte Beirach dem Ruf an die Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig, wo er bis 2014 als Professor für Jazzklavier lehrte und Generationen junger Musikerinnen und Musiker prägte.

Richie Beirach *23. Mai 1947 – † 26. Januar 2026Bildrechte: IMAGO/Oliver Langel

26. Januar | Sly Dunbar († 73 Jahre)

Der jamaikanische Musiker und zweifache Grammy-Gewinner war Schlagzeuger des legendären Reggae-Duos Sly & Robbie. Sie prägten nach Bob Marley in den 1970er- und 1980er-Jahren maßgeblich den Sound von Reggae und jamaikanischer Musik. Sly & Robbie wirkten auch bei vielen internationalen Größen als Unterstützung mit, darunter Bob Dylan und Bands wie No Doubt, den Rolling Stones und den Fugees. 

Im Jahr 1980 gründeten Sly & Robbie das Label Taxi Records, das Künstler wie Shaggy, Shabba Ranks, Skip Marley, Beenie Man und Red Dragon förderte. Wie nachhaltig Dunbar die Reggae-Szene prägte, lässt sich auch an den 13 Grammy-Nominierungen von 1981 bis 2013 ablesen. Zweimal – 1985 und 1999 – gewann er die Trophäe für gemeinsame Projekte mit seinem Bandkollegen Robbie Shakespeare. 

Sly Dunbar: *10. Mai 1952 – † 26. Januar 2026Bildrechte: IMAGO / POP-EYE

24. Januar | Gerd Knebel († 72 Jahre)

Der Badesalz-Comedian wurde in den 1980er Jahren als Sänger mit der Band Flatsch bekannt. Mit Henni Nachtsheim gründete er das Comedy-Duo Badesalz, das hessischen Dialekt und Humor bundesweit bekannt machte. Deutschlandweit populär wurde Badesalz vor allem dank der Fernseh-Reihen "Och Joh" 1990 und "Comedy Stories" 2000. Ihre zweite Platte "Nicht ohne meinen Pappa" erreichte 1991 als erste deutsche Sprechplatte seit 1983 einen Platz in den Musikcharts. 1998 erhielt Badesalz den Plattenindustrie-Preis Echo. Badesalz trat zudem bei "Rock am Ring" und bei "Wetten, dass..?" auf. Knebel starb im Alter von 72 Jahren an einer Krebserkrankung.

Gerd Knebel: † 24. Januar 2026Bildrechte: picture alliance/dpa | Andreas Arnold

21. Januar | Angelika Mann († 76 Jahre)

Die gebürtige Berlinerin wurde wegen ihrer 1,49 Meter Körpergröße von vielen "die Lütte" genannt. In den 1970er Jahren feierte sie in der DDR Erfolge an der Seite des Musikers Reinhard Lakomy. Angelika Manns unverwechselbare Stimme ist etwa auf der millionenfach verkauften Kinderschallplatte "Traumzauberbaum" zu hören. Mann sang aber auch mit Big-Bands und in Jazz-Ensembles, arbeitete mit Günther Fischer, Manfred Krug und Uschi Brüning. Außerdem war sie Frontfrau der Band Obelisk und moderierte die Sendung "Rockmusik zum Anfassen" im DDR-Fernsehen.

1984 stellte Mann einen Ausreiseantrag, ein Jahr später durfte sie die DDR verlassen. Sie setzte in Westberlin ihre Karriere fort, wurde unter anderem als Lucy in der Dreigroschenoper bejubelt und spielte in Theater-, Kabarett- und Musical-Produktionen. Nach dem Mauerfall kehrte die Künstlerin zurück in den Osten Deutschlands. Angelika Mann starb mit 76 an einer Krebserkrankung.

Angelika Mann: *13. Juni 1949 – † 21. Januar 2026Bildrechte: picture alliance / Geisler-Fotopress | Matthias Wehnert/Geisler-Fotopre

21. Januar | Rüdiger Erben († 58 Jahre)

Der SPD-Politiker prägte über viele Jahre die Landes- und Kommunalpolitik in Sachsen-Anhalt. Seine politische Laufbahn begann auf kommunaler Ebene im damaligen Landkreis Weißenfels, dessen Landrat er mehrere Jahre war. Anschließend wechselte Erben in die Landespolitik und wurde Staatssekretär im Innenministerium von Sachsen-Anhalt. Dort erwarb er sich über Parteigrenzen hinweg einen Ruf als Innenexperte.

Innerhalb der SPD-Fraktion war Erben unter anderem Vize- Fraktionschef und bis zuletzt parlamentarischer Geschäftsführer. Darüber hinaus war er Landesvorsitzender des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Erben war leidenschaftlicher Langstreckenläufer, er nahm regelmäßig am Rennsteiglauf teil.

Rüdiger Erben: *26. Oktober 1967 – † 21. Januar 2026Bildrechte: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Klaus-Dietmar Gabbert

19. Januar | Valentino († 93 Jahre)

Der italienische Modeschöpfer Valentino gehörte zu den berühmtesten Vertretern seiner Zunft weltweit. Bekannt wurde er vor allem durch seine eleganten, oft opulenten Roben und das nach ihm benannte "Valentino-Rot". Der 1932 im norditalienischen Voghera als Valentino Garavani geborene Modedesigner kleidete Ikonen wie Jacqueline Kennedy und Elizabeth Taylor sowie Oscar-Gewinnerinnen wie Sharon Stone und Penelope Cruz ein.

Für Taylor entwarf Valentino die Robe für die Premiere des Films "Spartacus". Jackie Kennedy stattete er für ihre Hochzeit mit dem griechischen Milliardär Aristoteles Onassis aus. In seinen Geschäften vermarktete Valentino neben extravaganter Kleidung auch edle Parfüms, Schmuck und Taschen.

Valentino Garavani: *11. Mai 1932 – †19. Januar 2026Bildrechte: IMAGO/ZUMA Press

15. Januar | Anouschka Bernhard († 55 Jahre)

Die ehemalige Fußball-Nationalspielerin feierte mit dem FSV Frankfurt in den 1990er-Jahren ihre größten sportlichen Erfolge. Zweimal wurde sie deutsche Meisterin und holte zudem den DFB-Pokal. In der Nationalmannschaft kam sie 47 Mal zum Einsatz, wurde 1995 Vizeweltmeisterin und Europameisterin. Nach dem Ende ihrer Laufbahn war Bernhard fünf Jahre lang Trainerin beim FSV, danach übernahm sie unter anderem die Studentinnen-Nationalmannschaft und war Jugendkoordinatorin bei Hertha BSC. Nach ihrer Ausbildung zur Fußballlehrerin 2009 arbeitete sie beim DFB im Nachwuchs. Viermal gewann sie mit den U 17-Juniorinnen den EM-Titel.

Anouschka Bernhard: *5. Oktober 1970 – †15. Januar 2026Bildrechte: picture alliance/dpa/Foto Huebner | Scheuring

14. Januar | Raymond Renaud († 102 Jahre)

Der Franzose Raymond Renaud war einer der letzten Überlebenden des KZ Buchenwald. Dorthin wurde der in Palinges im Burgund geborene, gelernte Tischler 1943 deportiert, nachdem er Flugblätter gegen die deutsche Besatzungsmacht verteilt hatte. Nach der Befreiung am 11. April 1945 kehrte er in seine Heimatstadt zurück. Trotz seines hohen Alters reiste er bis zuletzt regelmäßig auch nach Weimar, um mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. 2022 ernannte ihn die Stadt zu ihrem Ehrenbürger.

Raymond Renaud: *15. Juli 1923 – †14. Januar 2026Bildrechte: picture alliance/dpa/Bodo Schackow

10. Januar | Bob Weir († 78 Jahre)

Robert Hall Weir – der US-amerikanische Gitarrist, Songschreiber und Sänger wurde in San Francisco in Kalifornien geboren. Dort lernte er 1963 Jerry García kennen, mit dem er 1965 die Band Grateful Dead gründete. Er war ihr Mitglied bis zu ihrer Auflösung 1995 wegen des Tods von García. Ihr Psychedelic-Rock gehörte zum Sound der Hippie- und der Anti-Vietnam-Krieg-Bewegung, die in San Francisco eine ihrer großen Hochburgen hatte. Zu den größten Hits von Grateful Dead gehören "Casey Jones" und "Touch of Grey" oder "Cassidy" und "Lost Sailor". Weir kam 1994 in die Rock and Roll Hall of Fame und trat nach 1995 noch lange Zeit weiter mit der Band Dead & Company auf.

Robert Hall Weir: *16. Oktober 1947 – †10. Januar 2026Bildrechte: IMAGO / Depositphotos

10. Januar | Erich von Däniken († 90 Jahre)

Der Schweizer Autor Erich von Däniken ist durch seine parawissenschaftlichen Theorien zu Außerirdischen bekannt geworden. Der Bestseller-Autor schrieb Dutzende Bücher über die vermeintlichen Spuren der Aliens auf der Erde. Seiner Überzeugung nach sollen unter anderem Stonehenge und die Pyramiden mit Hilfe von Aliens gebaut worden sein. Der erste große Erfolg war 1968 sein Werk "Erinnerungen an die Zukunft. Ungelöste Rätsel der Vergangenheit". Seine Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und in einer Auflage von mehr als 60 Millionen gedruckt.

Erich von Däniken: *14. April 1935 – †10. Januar 2026Bildrechte: picture alliance/dpa | Thomas Burmeister

6. Januar | Béla Tarr († 70 Jahre)

Der Ungar Béla Tarr war einer der bedeutendsten Regisseure des europäischen Autorenkinos. Viele seiner Werke entstanden in Zusammenarbeit mit Literaturnobelpreisträger László Krasznahorkai. Dazu gehört die Verfilmung von Krasznahorkais Roman "Satanstango". Das siebeneinhalbstündige, in schwarz-weiß gedrehte Epos erzählt von enttäuschten Hoffnungen in einem ungarischen Dorf der Nachwendezeit. Weitere bekannte Filme von Tarr sind "Die Werckmeisterschen Harmonien" mit Hanna Schygulla und "The Man from London" mit Tilda Swinton. Für "Das Turiner Pferd" erhielt er 2011 einen Silbernen Bären in Berlin. 2018 wurde Tarr in die Oscar-Academy berufen.

Béla Tarr: *21. Juli 1955 – †6. Januar 2026Bildrechte: picture alliance/dpa | Annette Riedl

3. Januar | Klaus Grohe († 88 Jahre)

Klaus Grohe war ein Unternehmer. Seit 1975 leitete er den Familienbetrieb Hansgrohe. Der jüngste Sohn von Firmengründer Hans Grohe war bis 2008 Vorstandschef des Sanitärtechnik-Herstellers. Bis 2015 war er Vorsitzender des Aufsichtsrats. Vom Unternehmen hieß es, Grohe habe den Betrieb mit seinen visionären Ideen zu einem Global Player der Sanitärbranche gemacht.  Im Jahr 2024 machte die Firma nach eigenen Angaben einen Gesamtumsatz von 1,387 Milliarden Euro.

Klaus Grohe: *3. April 1937 – †3. Januar 2026Bildrechte: picture alliance/dpa | Patrick Seeger

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