• Eine Taskforce plant weitere Entlastungen für Autofahrer - möglichst noch im April
  • Nochmaliger Preissprung nach Einführung neuer Regelung für Tankstellen
  • Dieselpreis zuletzt besonders stark gestiegen

Für Autofahrer soll es wegen der stark gestiegenen Spritpreise zeitnah weitere Entlastungen geben. Das kündigten die Leiter einer Taskforce zu den hohen Energiepreisen an, die die Bundesregierung wegen des Iran-Kriegs eingesetzt hat.

Verschiedene Maßnahmen im Gespräch

Aktuell werden den Angaben zufolge verschiedene Maßnahmen geprüft. Dazu zählen eine vorübergehende Entlastung über die Pendlerpauschale, eine Pauschalentlastung über Daten der Kfz-Steuer, eine befristete Senkung der Energiesteuer und der Stromsteuer für alle.

Auch über einen Spritpreisdeckel sowie die Einführung einer "Übergewinnsteuer" – eine Art zusätzliche Steuer für kriegsbedingte Profite von Mineralölkonzernen – wird diskutiert.

Für beide Maßnahmen spricht sich der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Armand Zorn aus, der gemeinsam mit Unionsfraktionsvize Sepp Müller die Taskforce leitet.

Weitere Entlastungen "möglichst innerhalb dieses Monats"

Zorn sagte der Nachrichtenagentur dpa, angesichts der anhaltenden Krise brauche es weitere Maßnahmen "möglichst innerhalb dieses Monats".

Müller betonte, weitere Maßnahmen wie eine mögliche Entlastung über die Kfz-Steuer müssten nicht nur schnell, sondern vor allem zielgenau wirken.

Neuer Preissprung bei Benzin und Diesel nach 12-Uhr-Regelung für Tankstellen

Die Preise bei Benzin und Diesel waren in der Folge des Angriffskrieges der USA und Israel gegen den Iran spürbar gestiegen. Mitte der Woche erfolgte ein neuer Preisschub. Grund ist eine am Mittwoch in Kraft getretene Regelung, dass die Preise an den Tankstellen nur noch einmal am Tag, um 12 Uhr mittags, angehoben werden dürfen. Bisher war bis zu 50 Mal am Tag möglich.

Die Bundesregierung wollte mit der neuen 12-Uhr-Regelung erreichen, dass es weniger kurzfristige Preissprünge an den Zapfsäulen gibt. Doch seit Mittwoch gibt es neue Höchstpreise bei Diesel und Super 10.

Preise bei Diesel und Super E10
  Diesel Super E 10
27. Februar 2026 (vor Iran-Krieg) 1,75 Euro 1,83 Euro
31. März 2026 2,32 Euro 2,16 Euro
3. April 2026 2,38 Euro 2,21 Euro
Quelle: SWRdata/Markttransparenzstelle    

Dieselpreis zuletzt besonders stark gestiegen

In Österreich wird die 12-Uhr-Regelung schon seit vielen Jahren angewendet. Studien zeigen, dass der Sprit im Nachbarland dadurch langfristig ein wenig günstiger geworden ist. Der hohe Spritpreis in Deutschland liegt nach Expertenmeinung jedoch auch daran, dass nur wenige Mineralölkonzerne den Markt bestimmen. Mit dem neuen Gesetz bekommt das Bundeskartellamt mehr Befugnisse, gegen überhöhte Preise bei Kraftstoffen vorzugehen.

Für den derzeit besonders hohen Diesel-Preis gibt es verschiedene Erklärungen – unter anderem muss Deutschland ein knappes Drittel seines Diesels importieren und ist dadurch eher abhängig von der globalen Nachfrage. Außerdem ist am 1. Januar der CO2-Preis gestiegen.

dpa/Reuters (akq, amh)

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