Es sind arbeitsintensive Tage für Stephan Nolte in Leinefelde-Worbis, so kurz vor der Eröffnung der Landesgartenschau, die er als Geschäftsführer begleitet. Es sei fast alles bereit für die Eröffnung, sagt er. Der Blühstreifen sei in der Erde, die ersten Pflanzen kämen auch durch. Die Besucher werden über das Farbenmeer aus vielfältigen Frühblühern staunen, da ist sich Nolte sicher. Dank der Investition von rund 50 Millionen Euro hat sich die Landesgartenschau schon jetzt gelohnt. Die meisten der Unternehmen, die in Straßenbau, Landschaftsgestaltung oder Veranstaltungsplanung involviert waren, kommen aus der Gegend. Für Nolte ist die Schau ein effektiver Wirtschaftstreiber für seine Heimatregion, das Eichsfeld.

Das Gelände der Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis soll ab dem 23. April viele Besucher anlocken.Bildrechte: picture alliance/dpa | Martin Schutt

Viele Saisonarbeitskräfte im Einsatz

Dass eine Landesgartenschau sich auch Jahrzehnte später noch für eine Region oder eine Stadt auszahlen kann, erlebt Sandra Pech in Wernigerode. Sie hat die Landesgartenschau 2006 bereits als Gärtnerin mitgestaltet und betreut heute den Bürgerpark, der damals als Schauplatz im Zuge der Gartenschau entstanden ist. Heute ist er für die Wernigeröder ein selbstverständlicher Erholungsort in ihrer Stadt.

Während der Saison können wir 25 Arbeitsplätze bieten.

Sandra PechBürgerpark Wernigerode

Besonders stolz ist Pech auf die Arbeitsplätze, die sie jedes Jahr finanzieren können. Es habe sich so entwickelt, dass sie aus den damaligen Arbeitsfördergesellschaften ganz viele Kollegen übernommen hätten, die jetzt in einem Saisonarbeitsvertrag stecken, sodass sie während der Saison 25 Arbeitsplätze bieten könnten.

Die Landesgartenschau Wernigerode wurde 2006 von vielen Helfern und Ehrenamtlichen unterstützt.Bildrechte: IMAGO / ecomedia/robert fishman

Gemeinsam mit den Saisonarbeitskräften werden die Grünflächen gepflegt und weiterentwickelt. So müssten sie unter anderem Bäume ersetzen, die den Klimaveränderungen nicht standgehalten hätten, wie zum Beispiel der Ahorn, erzählt Pech.

Etwa 20 Prozent der Steigerung setzt sich im Regelfall über die Folgejahre fort. Das ist natürlich ein wichtiger Punkt für die Kommunen, die sich auch touristisch entwickeln wollen.

Bernd BirgiktFördergesellschaft sächsischer Landesgartenschauen

Die Laga-Gelände werden noch lange besucht

Bernd Birgikt engagiert sich für die Fördergesellschaft sächsischer Landesgartenschauen. Aktuell plant er die Landesgartenschau in Aue-Bad Schlema im kommenden Jahr. Temporäre Bepflanzungen und Blumenschauen machten nur etwa zehn Prozent der Landesgartenschauen aus, sagt er. Die meiste Fläche werde für eine dauerhafte Nutzung bereitet. Und das sorge schließlich auch dafür, dass die Areale auch nach der offiziellen Veranstaltung noch kontinuierlich besucht werden. So würden sich im Regelfall etwa 20 Prozent der Steigerung über die Folgejahre fortsetzen – ein wichtiger Punkt für Kommunen, die sich auch touristisch entwickeln wollen.

Auch Stephan Nolte aus dem Eichsfeld geht von langfristigen Wirkungen durch die Landesgartenschau für seine Region aus. In den vergangenen Jahren seien ganz viele Highlights geschaffen worden, darunter Sport- und Spielstätten sowie viele Baum- und Blumenbepflanzungen.

Jetzt aber freut sich Nolte erst einmal auf voraussichtlich hunderttausende Besucher, die in diesem Sommer nach Leinefelde-Worbis kommen, um die Landesgartenschau zu erleben. 

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