• Den gestrandeten Wal zu retten, war richtig, sagt Landesumweltminister Till Backhaus.
  • In der Wissenschaft war man sich bis zuletzt uneinig über die Vorgehensweise.
  • Erste Daten vom Peilsender des Wals werden am Dienstag erwartet.

Der Landesumweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, hat die Rettungsaktion für den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal verteidigt. Im Interview mit MDR AKTUELL sagte er: "Der Wal hatte Mut, der wollte leben". Er selbst sei elf Mal bei dem Tier gewesen und habe erlebt, wie es immer wieder Lebenswillen zeigte.

Der Wal hatte Mut, der wollte leben.

Till Backhaus, Umweltminister Mecklenburg-Vorpommern

Wissenschaftler uneins über Aktion

"Ich glaube, wir haben richtig gehandelt mit der Initiative", so Backhaus. Das Leben spiele eben doch manchmal anders. Während einige Wissenschaftler vorausgesagt hätten, dass der Wal verenden werde, hätten ihm andere gesagt, dass er mit der Initiative zusammen alles richtig gemacht habe.

Backhaus sagte, gestrandete Wale "jämmerlich verenden" zu lassen, sei für ihn keine Option. "Wer Tiere liebt und ich gehöre auch dazu, der hat auch eine Verantwortung für diese Tierwelt", so der Minister.

Insbesondere die auf Wildtiere spezialisierte Tierärztin Kerstin Alexandra Dörnath hatte mehrfach scharf Kritik geäußert und von Aktionismus gesprochen.

Ministerium soll Daten zum Wal am Dienstag bekommen

Ob die Aktion ein Erfolg war, muss sich erst noch zeigen. Backhaus zufolge soll das Ministerium am Dienstag die gesamten Daten vom Peilsender des Wals erhalten. Zuletzt gab es widersprüchliche Informationen darüber, ob der Wal einen Peilsender bekommen hat und ob bereits Daten vorliegen.

Backhaus kündigte an, dass er das Thema Walrettung auch bei der Umweltministerkonferenz in Leipzig besprechen wolle. Es sei wichtig, eine Strategie zu haben, wie man in Zukunft mit gestrandeten Walen umgehen werde. "Denn wir müssen damit rechnen, dass sowas immer mal wieder vorkommt".

MDR (akq)

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