Zwei Tote nach Amokfahrt in Leipzig: Mutmaßlicher Täter soll vor Haftrichter
10:02 Uhr | Stadt will Sicherheitskonzept überprüfen
Die Stadt Leipzig will die Zufahrtsstelle prüfen, an der die Amokfahrt durch eine belebte Einkaufsmeile in der Innenstadt begonnen hat. Das sagte Stadt-Sprecher Matthias Hasberg. Das Auto des 33 Jahre alten Tatverdächtigen war am westlichen Ende der Fußgängerzone durch Poller gestoppt worden. Am östlichen Eingang der Grimmaischen Straße hatte der 33-Jährige offenbar ungehindert über den Augustusplatz in die Fußgängerzone einfahren können. Poller gibt es an dieser Stelle keine.
09:42 Uhr | Studenten beschreiben Stimmung als bedrückt
Studenten bezeichnen die Stimmung an der Uni am Morgen als bedrückt. Bereits am Vortag waren Aaron und Marc von Absperrungen betroffen. Viele Studierende seien verunsichert gewesen, sagt Marc. Am Dienstagmorgen sei die Innenstadt total leer gewesen. "Ich denke, viele sind in Schockstarre", sagt der junge Mann.
Die Studenten Marc und Aaron empfinden die Stimmung an der Uni und in der Innenstadt als bedrückt. Bildrechte: MDR/Kathrin König09:07 Uhr | Polizei mit mobilen Ansprechpartnern am Augustusplatz
Am Augustusplatz ist die Polizei mit mobilen Betreuungskräften vor Ort. Sie stehen Opfern, Augenzeugen oder Menschen, die Ansprechpartner suchen, zur Verfügung. Das Angebot werde genutzt, hieß es von den Beamten.
Die Polizei ist mit Ansprechpartnern vor Ort.Bildrechte: MDR/Kathrin König08:44 Uhr | Wochenmarkt in Leipzig findet statt
Der Wochenmarkt am Alten Rathaus in Leipzig öffnet heute wie gewohnt. Das teilte das Marktamt mit. Der Zugang für Händler und Besucher sei von Norden möglich, hieß es.
Die Grimmaische Straße bleibt am Dienstag gesperrt, der Markt - im Hintergrund - wird aber wie gewohnt abgehalten. Die Stände sind aus nördlicher Richtung erreichbar. Bildrechte: EHL Media/Erik-Holm Langhof08:35 Uhr | Branddirektor Schuh lobt Ersthelfer
Der Leipziger Branddirektor Axel Schuh hat die Ersthelfer nach der Amokfahrt gelobt. Medizinstudenten, Ärzte und weitere Augenzeugen des Vorfalls hätten sich sofort um Opfer gekümmert, bevor die medizinische Versorgung von alarmierten Rettungskräften übernommen wurde.
08:15 Uhr | Staatsanwaltschaft: Verletzte gingen nach Amokfahrt selbst zum Arzt
Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt ist die genaue Anzahl der Verletzten auch am Dienstag weiter unklar. "Das war gestern sehr schwierig. Viele Leute haben den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben", sagte der Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft, Ricardo Schulz. Zwei Menschen starben bei der Amokfahrt, drei Personen wurden mit schweren Verletzungen in Kliniken gebracht.
Das Tatfahrzeug wurde in der Nacht von der Polizei weggebracht.Bildrechte: News508:05 Uhr | Täter soll kürzlich aus Psychiatrie entlassen worden sein
Der mutmaßliche Täter der Amokfahrt soll nach MDR-Informationen erst kürzlich aus der Psychiatrie entlassen worden sein. Die Ermittlungen zum Motiv dauern an. MDR-Reporterin Susann Blum berichtet vom Morgen nach der Amokfahrt aus der Leipziger Innenstadt.
07:00 Uhr | Kriseninterventionsteam Leipzig bietet weiter Hilfe an
Der Verein Kriseninterventionsteam Leipzig bietet nach der Amokfahrt allen Betroffenen Hilfe an und hat Information zusammengestellt. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter Tel. 0800/111 0 111 erreichbar und stellt bei Bedarf Kontakt zu Ansprechpartnern her.
06:51 Uhr | Uni Leipzig bietet öffentliche Gedenkandacht
Die Leipziger Uni-Leitung zeigte sich tief erschüttert über die Amokfahrt. "Wir laden die Mitglieder der Universität Leipzig sowie die Öffentlichkeit um 12:30 Uhr zu einer offenen Gedenkandacht ins Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli ein", teilte die Uni mit.
Der reguläre Vorlesungsbetrieb finde statt, jedoch stehe es allen Studierenden und Lehrenden frei, daran teilzunehmen. Wenn Beschäftigte der Universität direkt betroffen sein sollten oder als Ersthelfenden vor Ort waren, können sie in den kommenden zwei Tagen der Arbeit fernbleiben, sofern dies für Ihre persönliche Stabilisierung erforderlich ist, so das Rektorat in einem Rundschreiben.
06:30 Uhr | ARD-Morgenmagazin berichtet live aus Leipzig
Das ARD-Morgenmagazin berichtet live vom Morgen nach der Amokfahrt in Leipzig. Reporterin Susann Blum ist vor Ort. Auch die MDR JUMP Guten Morgen Familie ist mit einer Reporterin live vor Ort und berichtet im Programm, spricht unter anderem mit Passantinnen und Passanten. Aktuelle Infos gibt es natürlich auch bei "Guten Morgen Sachsen" im Sachsenradio.
06:15 Uhr | Mutmaßlicher Täter soll heute Haftrichter vorgeführt werden
Der mutmaßliche Amokfahrer soll heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Nach Angaben der Polizei sind insgesamt etwa 80 Menschen direkt von dem Ereignis betroffen. Wie viele von ihnen körperlich verletzt wurden, ist noch immer unklar.
Die Grimmaische Straße und der Marktplatz bleiben noch bis mindestens zum späten Dienstagnachmittag gesperrt, weil die Polizei dort Spuren sichert und weiter ermittelt, wie ein Sprecher mitteilte.
06:09 Uhr | Weiter geänderte Linienführung beim ÖPNV in der Innenstadt
Wegen des andauernden Polizeieinsatzes mit Sperrungen müssen sich Nutzende des ÖPNV weiter auf abweichende Linienführungen einstellen. Die Leipziger Verkehrsbetriebe teilen online mit, die Straßenbahn-Linien 4, 7, 12 und 15 würden die Haltestelle Augustusplatz ersatzweise auf dem Georgiring beziehungsweise im Grimmaischen Steinweg bedienen.
Der Bus 89 fährt Richtung Connewitzer Kreuz ab Hauptbahnhof über Augustusplatz und W.-Leuschner-Platz zum Neuen Rathaus sowie Richtung Hauptbahnhof ab Thomaskirche über Goerdelerring. Die Haltestellen in der Innenstadt können nicht bedient werden.
In der Innenstadt kommt es auch am Dienstag zu Umleitungen von Bussen und Straßenbahnen wegen des andauernden Polizeieinsatzes. Bildrechte: IMAGO / dts Nachrichtenagentur06:00 Uhr | Kirchen bieten Raum zur Trauer
In und an den beiden Leipziger Innenstadtkirchen St. Nikolai und St. Thomas wird es ab heute Raum zum Trauern und Gedenken geben. Um 17 Uhr ist eine Ökumenische Gedenkandacht in der Nikolaikirche geplant. Beide Gotteshäuser stehen unweit des Tatortes.
In der Nähe des Tatorts haben Menschen in Gedenken an die Opfer Kerzen aufgestellt. Bildrechte: IMAGO / dts Nachrichtenagentur04.05. | Ticker über die Amokfahrt am Montag
MDR (kbe/cko/jru/wim/lam/kk)/dpa
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