Politologe: AfD profitiert von schlechter Stimmung und zunehmender Normalisierung
Der Politologe Benjamin Höhne führt die hohen Zustimmungswerte für die AfD in Sachsen-Anhalt auf die allgemeine Stimmung im Land zurück. Der Professor aus Chemnitz sagte MDR AKTUELL, die Daten des Sachsen-AnhaltTRENDs von infratest dimap im Auftrag des MDR, der Mitteldeutschen Zeitung und der Volksstimme zeigten eine deutlich negative Grundstimmung.
Zugleich gelinge es der AfD zunehmend, eine stabile Stammwählerschaft aufzubauen. Dabei handele es sich um loyale Anhänger, die ihrer Partei unabhängig von deren politischer Leistung treu blieben. Die Partei werde dabei weniger dafür gewählt, was sie konkret tut, sondern aus einer Grundhaltung heraus.
Gleichzeitig verfolgt die Partei laut Höhne eine Normalisierung und befinde sich nicht mehr in der "rechten, stigmatisierten Ecke".
Umfrage: 41 Prozent für die AfD
Nach Einschätzung Höhnes spielt auch die personelle Situation an der Regierungsspitze eine Rolle: Der neue Ministerpräsident Sven Schulze könne bislang nicht den sogenannten Landesvater-Bonus für sich nutzen, von dem sein Vorgänger Reiner Haseloff profitiert habe.
Vier Monate vor der Landtagswahl liegt die AfD in Sachsen-Anhalt laut aktueller Infratest dimap Umfrage bei 41 Prozent.
MDR (jst)
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