• Regenmenge deutlich über den üblichen Mai-Werten.
  • Wochenende wird freundlicher und trockener.
  • Feuerwehr muss in Nordthüringen ausrücken.
  • Schwere Unfälle wegen Aquaplaning auf Autobahnen
  • Straßen und Keller im Erzgebirge unter Wasser.

Nach dem Starkregen der vergangenen Stunden könnten die Pegel an den mitteldeutschen Flüssen noch etwas steigen. Betroffen sind nach Einschätzung von Diplom-Meteorologe Florian Rost aus dem MDR-Wetterstudio vor allem das nördliche Thüringen, das südliche Sachsen-Anhalt und Teile Westsachsens.

Regenmenge deutlich über den üblichen Mai-Werten

Rost schätzt ein, der Regen könne in diesen Regionen noch etwas anhalten. In der Nacht zu Freitag lasse er aber nach und das Regengebiet ziehe weiter abgeschwächt in Richtung Osten ab. Rosts Angaben zufolge war der meiste Regen wie erwartet in der Mitte der drei mitteldeutschen Bundesländer gefallen. Hier seien lokal mehr als 90 Liter pro Quadratmeter zusammengekommen. Üblicherweise würden im ganzen Monat Mai etwa 50 bis 70 Liter pro Quadratmeter im Tiefland fallen.

Wochenende wird freundlicher und trockener

Rost rechnet damit, dass es vorerst keine weiteren derartigen Regenmengen geben wird. Für Freitag könnte es noch für vereinzelte Schauer reichen. Der Sonnabend bringe höchstwahrscheinlich sehr freundliches und trockenes Wetter bei Temperaturen dann wieder bis zu 20 Grad. Auch am Sonntag werde es über weite Strecken noch sonnig. Später sind im Thüringer Wald einzelne Gewitter möglich.

Zahlreiche Feuerwehreinsätze in Thüringen

In Thüringen sorgten Starkregen und Gewitter seit Dienstagabend für zahlreiche Feuerwehreinsätze. Zunächst waren nach Angaben der Rettungsleitstelle vor allem im Kreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis Straßen überflutet und Keller vollgelaufen. Die Feuerwehren waren stellenweise im Dauereinsatz.

Am Mittwochabend musste die Feuerwehr dann nach Unwettern und Starkregen wegen überfluteter Straßen und vollgelaufener Keller an mehreren Orten im Unstrut-Hainich-Kreis ausrücken. In Schönstedt etwa rauschten Wasser und Schlamm von einem Hang an den Wohnhäusern vorbei und hinterließen Schäden. In Mülverstedt wurde ein Pferdehof überflutet. 

Schwere Unfälle wegen Aquaplaning auf Autobahnen

Zudem gab es auf den Autobahnen in Thüringen sieben schwere Verkehrsunfälle. Nach Angaben der Autobahnpolizei war immer unangepasste Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn die Ursache. 

Auch in Sachsen gab es bei Starkregen einen schweren Unfall. Wie die Polizei mitteilte, war auf der A9 bei Leipzig ein Auto in Folge von Aquaplaning von der Fahrbahn abgekommen. Dabei wurden drei Menschen verletzt.

Straßen und Keller im Erzgebirge unter Wasser

Im Erzgebirge sorgten schwere Gewitter und Starkregen ebenfalls für Überflutungen. Wie die Einsatzkräfte mitteilten, standen unter anderem in Annaberg-Buchholz mehrere Straßen, Garagen und Grundstücke unter Wasser.

Innerhalb kürzester Zeit seien örtlich bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Auch in Königswalde und Bad Aue-Schlema mussten die Feuerwehren ausrücken, nachdem mehrere Keller vollgelaufen waren.

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