Kreise erwarten Wirtschaftsschub – Landrat Witschas: "Segen für Landkreis Bautzen"
- Landrat Witschas spricht von "Segen" für Bernsdorf
- Kleinstadt hofft jetzt auf rund 2.000 neue Arbeitsplätze
- Auch Sachsen-Anhalt und Thüringen sind dabei.
Eine Zahl mit acht Nullen kommt einem auch als Landrat nicht so häufig unter die Augen. Im Fall des Bautzner Landrats Udo Witschas sind es 700 Millionen Euro, die die Bundeswehr bis 2031 investieren will.
"Das ist natürlich ein Segen für den Landkreis Bautzen", sagte der CDU-Politiker: "Das ist das erste Bataillon, das seit der politischen Wende neu gegründet wurde. Es ist ein Logistik-Bataillon und die Ansiedlung erfolgt bei uns im Landkreis Bautzen in der Nähe der Stadt Bernsdorf."
Heimische Unternehmen sollen das machen
Wenn dort gebaut wird, dann werden heimische Unternehmen das machen, ist Witschas überzeugt. Für Ostsachsen bedeute das einen ganz erheblichen Umsatz. Die Region profitiere auch langfristig, sagte Witschas.
Udo Witschas (CDU), Landrat im Kreis BautzenBildrechte: IMAGO / Steffen Unger"Wenn ich da auch nach vorn denke, dann bedeutet das natürlich, dass solch ein Bataillon mit mittlerweile über 900 Dienstposten täglich eine Nachfrage und einen Bedarf gedeckt haben möchte." Man rechne durch dieses Bataillon mit Dienstleistungen und sonstigen Leistungen, die der Region ungefähr 2.000 neue dauerhafte Arbeitsplätze bringen würden.
Der Landkreis Bautzen ist damit einer der großen Profiteure, der im mitteldeutschen Vergleich die meisten Investitionen erhalten soll. Das Verteidigungsministerium geht insgesamt derzeit von gut 1,6 Milliarden Euro für Sachsen aus.
Sehr zur Freude auch des Bundeswehr-Landeskommandos. Kommandeur Marco Tkotz erklärte MDR AKTUELL schriftlich: Die geplanten Investitionen der Bundeswehr seien "ein klares Bekenntnis zu Sachsen als sicherheitspolitischer Schlüsselstandort". Denn das Land spiele aufgrund seiner Lage "eine zentrale Rolle bei der Landes- und Bündnisverteidigung".
Auch Sachsen-Anhalt und Thüringen dabei
Ebenfalls schriftlich äußerte sich Michael Richter, der Finanzminister in Sachsen-Anhalt. Das Land soll rund 1,4 Milliarden Euro erhalten, wozu der CDU-Politiker erklärte: "Wir begrüßen die Investitionen." Und von Seiten der Bauverwaltung werde dafür gesorgt, sie auch schnell umzusetzen.
Auch Thüringen soll davon profitieren. Nach den aktuellen Plänen des Verteidigungsministeriums sind rund eine Milliarde Euro unter anderem für das neue Musterungszentrum in Jena vorgesehen. Er freue sich darüber, sagte Christian Herrgott, Präsident des Thüringischen Landkreistags.
Bundeswehrinfrastruktur sei wichtig, sagte Herrgott: "Einmal natürlich für die Verteidigung unseres Landes, aber vor Ort auch konkret für eine wirkliche Wirtschaftsförderung. Denn Soldatenstandorte heißen auch konkretes Geld, was in der Region, im ländlichen Raum ausgegeben wird."
An welchen weiteren Standorten konkret noch investiert werden soll, ist indes noch unklar. Aus Gründen der operativen und militärischen Sicherheit wollte sich das Verteidigungsministerium dazu noch nicht äußern.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke