Sorge um die Spatzen, aber was ist mit den Finken?
Haussperling vor Kohlmeise und Amsel – das sind die Top 3 Vögel in unseren Gärten und Parks. Ob das bis zum Ende der Auszählung der "Stunde der Gartenvögel" so bleibt, oder ob die Amsel wie im vergangenen Jahr doch noch auf Platz 2 landet, wissen wir erst, wenn die letzten Zahlen ausgewertet sind. Noch bis zum 18. Mai können Sie die Ergebnisse ihrer Vogelzählung beim Nabu melden.
Der Haussperling allerdings ist uneinholbar vorn. Den ersten Platz wird ihm kein Vogel mehr streitig machen. Zwischenzeitlich gab es bei der Zählung in diesem Jahr sogar ein Plus bei Meldungen des geselligen Vogels, der fast nie allein unterwegs ist. Doch der Trend kehrte sich schnell um und es zeigte sich: Wie in den vergangenen Jahren gehen die Zahlen der Sichtungen insgesamt doch weiter zurück. Das gilt ebenso für den Feldsperling, der 2020 noch in den Top 5 vertreten war, danach kontinuierlich verlor und mittlerweile auf Platz 8 liegt.
Entwarnung für die Finken
Beim Zwischenstand gibt es allerdings eine gute Nachricht. Die Sorgen um die Finken waren unbegründet. "Alle Finkenarten zeigen stabile Zahlen, der Buchfink sogar ein kräftiges Plus von 25 Prozent", heißt es im Nabu-Ticker zur Aktion. In den vergangenen Monaten waren "regional wiederholt tote Buchfinken, Gimpel und Stieglitze gemeldet worden", hatte der Vogelschutzexperte des Naturschutzverbandes Martin Rümmler vor dem Wochenende erklärt. Nach der bisherigen Auswertung gebe es bisher keinen Grund zur Beunruhigung.
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
Haussperling, Star, Kohlmeise, Amsel und Mauersegler – das sind die bisherigen Top 5 in Sachsen, genau wie im vergangenen Jahr. In Sachsen-Anhalt sah die Platzierung 2025 genauso aus, hat sich aber deutlich geändert. Fast ein Fünftel weniger Mauersegler, ähnlich wie im Bundestrend. Damit flog der Luftakrobat aus den Top 5 auf die 8. Die vorderen Plätze belegen in Sachsen-Anhalt derzeit: Haussperling, Star, Kohlmeise, Amsel und Blaumeise. Das ist die gleiche Reihenfolge wie in Thüringen – und bedeutet dort: keine Veränderung zum Vorjahr.
Links/Studien
Auf der NABU-Website finden Sie einen Überblick über die aktuellen und früheren Zählergebnisse. Über die Kartenfunktion lässt sich leicht erkennen, welche Vogelarten in Ihrer Umgebung besonders oft beobachtet wurden.
gp/nabu
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