Sammelklage gegen Amazon: Hunderttausende Kunden machen mit
- Amazon Prime Video hatte 2024 Werbung eingeführt und die Qualität verringert
- Noch bis Anfang Juni können sich Kunden der Sammelklage anschließen
Mehr als 200.000 Menschen klagen gegen Amazon, wegen der Einführung zusätzlicher Werbung beim Streamingdienst Amazon Prime ohne die Zustimmung der Kunden. Die Klage führt die Verbraucherzentrale Sachsen und kritisiert, dass das Unternehmen gültige Verträge nicht einfach einseitig ändern könne.
Werbung ist nicht vertraglich vereinbart
Amazon hatte 2024 zusätzliche Werbung eingeführt und zugleich die Qualität von Bild und Ton verringert. Über die Änderungen hatte Amazon die etwa 17 Millionen Kunden in Deutschland per E-Mail informiert. Der Maßnahme konnte man nur entgehen, wenn man ein Zusatz-Abo abschloss.
Nach Ansicht des Justiziars der Verbraucherzentrale Sachsen, Michael Hummel, hätte Amazon seine Kunden um Zustimmung bitten müssen. "Es wurde ein gültiger Vertrag geschlossen und den kann man nicht einseitig durch das Unternehmen einfach so ändern." erklärte Hummel bei MDR AKTUELL.
Kunden können sich Sammelklage anschließen
Der Sammelklage könne man sich noch anschließen, so Hummel. "Man füllt im Internet ein Formular aus mit seinen persönlichen Daten und schickt das ab an das Bundesamt für Justiz und schon ist man angemeldet. Das dauert etwa 10 Minuten." Die Anmeldefrist läuft noch bis zum 9. Juni.
Für jeden einzelnen Kläger geht es bei der Klage um 2,99 Euro im Monat. Da die Klage bereits seit zwei Jahren läuft, rechnet Hummel mit Entschädigungen von 80 bis 100 Euro pro Kunde. Nachteile für klagende Kunden dürften nach seiner Einschätzung nicht entstehen.
MDR AKTUELL (sbö, jeb)
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