• Am langen Pfingstwochenende müssen sich Reisende auf volle Straßen und Zügen einstellen.
  • Hier ist mit Staus und Bauarbeiten in Mitteldeutschland zu rechnen.
  • Die Autobahn GmbH empfiehlt vor Reiseantritt Proviant einzupacken und Pausen einzulegen.

Der ADAC rechnet zum langen Pfingstwochenende mit den verkehrsreichsten Tagen des bisherigen Jahres. Viele Menschen nutzen das Pfingstwochenende für Ausflüge und Kurzreisen. Anders als in Sachsen gibt es in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt zudem Pfingstferien von ein bis zwei Wochen. Neben dem höheren Verkehrsaufkommen sorgen etliche Baustellen für Staugefahr.

Julia Grotjahn von der Autobahn GmbH des Bundes erklärte, der Freitagnachmittag werde einer der Höhepunkte sein, wenn Pendler und Reisende, die in den Kurzurlaub fahren, zeitgleich unterwegs sind. Auch am Samstagvormittag bleibe das Verkehrsaufkommen hoch. Während am Pfingstsonntag mit einer Beruhigung der Verkehrslage gerechnet wird, erwarten die Experten am Montag eine Rückreisewelle. Am Dienstag kommt dann der übliche Lkw- und Pendlerverkehr hinzu. So sei 2023 der Dienstag nach Pfingsten sogar der staureichste Tag des Jahres in Sachsen gewesen, erklärt ADAC-Sprecher Wagner.

Hier sind Staus in Mitteldeutschland zu erwarten

Besonders voll dürfte es nach Einschätzung der Verkehrsexperten auf den klassischen Ferienrouten Richtung Küste, Alpen und Ballungsräume, zum Beispiel um Berlin und Hamburg werden. Problematisch könnte es dem ADAC zufolge unter anderem auf diesen Strecken werden: A1 Richtung Hamburg und Ostsee, A2 Richtung Hannover und Berlin, A3 Richtung Niederlande und Süddeutschland sowie die A5, A6, A7 und A8 Richtung Alpen; ebenso die Autobahnen A8, A93 und A95 in Richtung Süden.

Die aktuelle Staurisikokarte der Autobahn GmbH färbt in Sachsen die komplette A4, die Abschnitte der A13 (Dresden-Berlin) und A17 (Dresden-Prag) sowie die A72 Chemnitz-Hof orange wegen dichten Verkehrs. Vor allem westlich und südwestlich von Chemnitz machen größere Baustellen die Fahrt auf A4 und A72 stauanfällig.

In Sachsen-Anhalt gibt es unter anderem Bauarbeiten auf der A2 bei Marienborn, der A36 bei Bad Harzburg und der A38 bei Bad Lauchstädt. Generell gibt es ein hohes Verkehrsaufkommen auf der A2.

In Thüringen sind nach Angaben der Deutschen Autobahn GmbH unter anderem die Anschlussstellen Hermsdorf Ost, Wandersleben, Erfurt-West und Vieselbach sowie die Anschlussstelle Weimar besonders staugefährdet. Derzeit werde zum Beispiel auf der A4 bei Ronneburg gearbeitet. Wegen der Baustelle steht in Richtung Frankfurt ein Fahrstreifen weniger zur Verfügung.

Empfehlung: Pausen sowie genügend Essen und Getränke

Die Autobahn GmbH empfiehlt Autofahrern, sich vorab über Baustellen und Sperrungen auf ihrer Route zu informieren – etwa mit Hilfe der Autobahn-App. "Starten Sie ausgeruht in die Reise, sorgen Sie für ausreichend Getränke und Essen an Bord", erklärt Grotjahn. "Planen Sie ausreichend lange Pausen ein und wechseln Sie sich – wenn möglich – in kurzen Zeitabständen beim Fahren ab."

Kommt es zu Staus oder stockendem Verkehr, dann muss eine Rettungsgasse freigehalten werden. Vorsicht sei bei Umfahrungen geboten, wie sie von Navigations-Apps angezeigt werden. Sie führten häufig zu einer Überlastung des Straßennetzes, so Grotjahn. "Eine Vollsperrung und anschließende Ableitung erfolgt in aller Regel durch die Polizei, beispielsweise für Rettungsarbeiten."

Auch volle Fernverkehrszüge

Die Deutsche Bahn rechnet vor allem am Freitag und Pfingstmontag mit vollen Fernzügen. Insbesondere auf den Hauptstrecken zwischen den Großstädten rät die Bahn zu Sitzplatzreservierungen. Zudem hat Flixbus hat sein Angebot auf beliebten Strecken Richtung Italien, Ostsee und europäische Großstädte zuletzt ausgebaut.

dpa (kar)

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