Wer mit Basketball viel Geld verdienen will, muss in die NBA wechseln – so wie einige deutsche Spieler. Im DBB-Team spielt sogar der Top-Verdiener im deutschen Sport.

Die deutschen Basketballer haben einen Lauf: erst der Weltmeistertitel 2023, dann im vergangenen Jahr die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Paris, wo das DBB-Team erst im Finale an den USA scheiterte. Folgt jetzt Gold bei der Europameisterschaft?

Die Schlüsselrolle spielen vor allem die deutschen Spieler, die in der nordamerikanischen Profiliga NBA aktiv sind. Dort messen sie sich nicht nur mit den besten Gegnern der Welt, sondern bekommen – wie im US-Sport üblich – auch exorbitante Gehälter. Diese liegen so hoch, dass der bestbezahlte deutsche Profisportler nicht etwa ein Fußballer ist, sondern Basketball spielt.

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Basketballer Franz Wagner kassiert in der NBA groß ab

Franz Wagner erreichte diesen Status im vergangenen Jahr mit seiner Vertragsunterzeichnung bei den Orlando Magic. Dort erhält er laut ESPN bis 2030 mindestens 224 Millionen US-Dollar (192 Millionen Euro). Mit Prämien kann das Volumen des Kontrakts sogar auf 269 Millionen Dollar (231 Millionen Euro) anwachsen. Das jährliche Gehalt des 24-Jährigen liegt also zwischen umgerechnet 38 und 53 Millionen Euro. 

Wagners älterer Bruder Moritz spielt im gleichen Team, muss aber etwas kleinere Brötchen backen. Moritz Wagner kommt mit seinem aktuellen Vertrag auf umgerechnet fast 19 Millionen Euro in zwei Jahren – also jährlich 9,5 Millionen Euro. Bei der EM fehlt der 28-Jährige aber wegen einer Verletzung.

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Ein weiterer Top-Verdiener verpasst die Europameisterschaft wegen Problemen mit der Achillessehne: Isaiah Hartenstein (Oklahoma City Thunder) ist erst der zweite Deutsche nach Dirk Nowitzki, der die NBA-Meisterschaft gewann. Der Center kassiert pro Jahr 29 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 25 Millionen Euro).

Dennis Schröder, der Superstar der DBB-Auswahl, hat in diesem Sommer das Team gewechselt und spielt jetzt für die Sacramento Kings. In drei Jahren soll er dort 45 Millionen Dollar (umgerechnet 38,7 Millionen Euro) verdienen. Das entspricht in Euro einem Jahresverdienst von fast 13 Millionen. 

Im Gegensatz zum erfahrenen Schröder ist Tristan de Silva noch recht neu in der NBA. Wie die Wagner-Brüder tritt er für die Orlando Magic an. Sein Gehalt liegt dort bei jährlich etwa 3,6 Millionen Dollar (3,1 Millionen Euro).

Geringere Gehälter in der Bundesliga

Während in der NBA also teils schwindelerregende Summen gezahlt werden, geht es in Deutschland deutlich bodenständiger zu. Top-Spieler in der Basketball-Bundesliga (BBL) verdienen Schätzungen zufolge mittlere sechsstellige Summen. Die Summen sind hier nicht so transparent wie im US-Sport.

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Allerdings soll der deutsche Co-Kapitän Johannes Voigtmann von Bayern München bei einer Million Euro brutto liegen. Damit rangiert er in der BBL schon ganz oben. Zum Vergleich: Das Mindestgehalt in der NBA liegt bei 1,1 Millionen Dollar.

Wenn es bei der EM gut läuft, winken den deutschen Basketballern zudem noch Erfolgsprämien des Verbands. Zur genauen Höhe wollte sich Kapitän Schröder nicht äußern, der "Braunschweiger Zeitung" verriet er nur: "Wir sind auf einen Nenner gekommen, und die Prämien sind jetzt ganz klar aufgeschrieben. Die sind fair von unserer Seite aus."

Quellen: ESPN (1), ESPN (2), ESPN (3), Basketball World, "Sport Bild", "Braunschweiger Zeitung"

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