MSV Duisburg schreibt Drittliga-Geschichte
Als Aufsteiger pflügt der MSV Duisburg durch die 3. Liga. Der vierte Sieg im vierten Spiel ist dabei ein einmaliger, denn noch nie ist ein Neuling so gut in die Saison gestartet. Auch der erste Verfolger hat im vergangenen Jahr noch eine Klasse tiefer gespielt.
Lange geht beim MSV Duisburg im Auswärtsspiel beim SC Verl nichts zusammen. "Wir waren scheiße, einfach richtig scheiße", fasste Trainer Dietmar Hirsch bei MagentaSport die ersten 45 Minuten zusammen, nach denen seine Mannschaft mit 0:1 hinten gelegen hatte. Als in der Schlussphase das 0:2 fiel, sah alles nach der ersten Niederlage für den Drittliga-Aufsteiger aus. Bis mit dem Anschlusstreffer durch Jan Simon Symalla (81.) der Wahnsinn begann, den Thilo Töpken (84.) mit seinem Kopfball zum Ausgleich beschleunigte. Die Krönung folgte in der Nachspielzeit, als Conor Noß tatsächlich noch das 3:2-Siegtor (90.+2) erzielte.
"Das waren zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten", sagte Hirsch, der die Aufholjagd als "unfassbar" bezeichnete: "Das kannst du nicht jede Woche machen, aber das steckt in der Truppe."
Für Duisburg war es der vierte Sieg im vierten Saisonspiel, ein historischer Erfolg: Noch nie ist ein Aufsteiger mit vier Erfolgen in Serie in die 3. Liga gestartet. Der MSV führt also nicht nur die Tabelle an und lässt seine Fans sogar schon leise von der Rückkehr in die 2. Bundesliga träumen, sondern schreibt dank drei später Tore in Verl auch deutsche Fußball-Geschichte.
Auch Hoffenheim II und 1860 München bleiben ungeschlagen
Das entscheidende Tor von Nachspielzeit-Held Noß war auch deshalb bemerkenswert, weil es das dritte Joker-Tor allein an diesem Nachmittag. Symalla und Töpken waren infolge der enttäuschenden ersten Halbzeit nach der Pause eingewechselt worden, Noß in der 72. Minute.
"Man kann einfach nur danke sagen, dass man sein eigenes Ego hinten anstellt und für die Truppe da ist", sagte Trainer Hirsch dazu bei MagentaSport: "Das macht uns aus und deswegen funktionieren die Einwechslungen." Und das nicht nur heute: Von bislang elf MSV-Toren in dieser Drittliga-Spielzeit wurden sieben von eingewechselten Profis erzielt. Noß bezeichnete es schlicht als "Wahnsinn", dass "wir das noch rumgerissen haben".
Erster Duisburger Verfolger ist überraschend Mitaufsteiger TSG Hoffenheim II. Die U23 des Bundesligisten gewann ihre Partie des vierten Spieltags bei Hansa Rostock mit 1:0 (1:0) und steht mit zehn Punkten auf Platz zwei. Ebenfalls ungeschlagen ist der TSV 1860 München als Dritter: Im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II brauchte es dafür allerdings einen Treffer in der siebten Minute der Nachspielzeit, um das 1:1 (0:1) zu retten. Auf Platz vier sortiert sich vorerst der 1. FC Saarbrücken (4:1 gegen Erzgebirge Aue) ein, Fünfter ist der VfL Osnabrück durch ein 2:0 (1:0) beim TSV Havelse.
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