Die deutschen Basketballer rauschen bislang überaus erfolgreich durch die Europameisterschaft. Doch der Siegestaumel wird arg gestört von einigen, die verbal ausfällig werden. Kapitän Dennis Schröder prangert Rassismus scharf an. Und bekommt Unterstützung von seiner Frau.

Nach den rassistischen Ausfällen gegen Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder hat sich dessen Ehefrau Ellen zu Wort gemeldet und Hasskommentare in den Sozialen Medien öffentlich gemacht. "Leider sind solche Anfeindungen, gerade wenn man in der Öffentlichkeit steht, allgegenwärtig", schrieb sie bei Instagram unter einen Screenshot, der entsprechende Beleidigungen zeigt.

NBA-Profi Schröder war während des EM-Gruppenspiels im finnischen Tampere gegen Litauen (107:88) von einem Fan rassistisch beleidigt worden. Die Person wurde durch Bilder der Sicherheitskameras identifiziert, während der weiteren Turnierspiele erhält sie Hallenverbot. "Man kann mich beleidigen, aber Affengeräusche sind eine Sache, die ich nicht respektiere und nicht akzeptiere. Rassismus gehört nicht zu diesem Sport", sagte Dennis Schröder bei MagentaSport.

Auch seine Frau verurteilte die Anfeindungen. "Es ist wirklich beschämend, wie sich einige litauische Fans meinem Ehemann gegenüber mit ihren rassistischen Kommentaren verhalten haben. Sie sollten sich für ein solches Verhalten zutiefst schämen", schrieb Ellen Schröder. Sie wünschte den Verdächtigen, "ihre Eltern hätten sie besser erzogen". Laut Angaben des Deutschen Basketball Bunds (DBB) wurden insgesamt zwei Personen der Halle verwiesen, nachdem es aus dem deutschen Trainerteam Hinweise an das Sicherheitspersonal gegeben hatte.

Der Verband FIBA Europe leitete alle Aufnahmen und Informationen an die örtlichen Strafverfolgungsbehörden weiter, welche die Angelegenheit weiterhin untersuchen. Zudem werde der Verband mit der litauischen Delegation in Kontakt treten, "um sie über die Situation zu informieren und die Bemühungen zur Verhinderung ähnlicher Vorfälle bei zukünftigen Spielen zu unterstützen". Die FIBA verurteile "Hate Speech, diskriminierendes Verhalten und rassistische Äußerungen in jeglicher Form auf das Schärfste", hieß es in dem Statement.

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