Für negative Schlagzeilen sorgte Timi Zajc. Der Slowene, der schon beim Auftakt in Oberstdorf disqualifiziert worden war, bleibt auch in Garmisch-Partenkirchen ohne Resultat. Während er sich in Oberstdorf erst über Platz drei gefreut hatte, dann aber kurz vor der Siegerehrung disqualifiziert worden war, fiel ein Reglement-Verstoß dieses Mal bereits bei der Kontrolle vor dem ersten Sprung auf – Zajc wurde direkt disqualifiziert und erhält die Rote Karte.

Das Sanktionssystem mit Gelben und Roten Karten ist neu. Für Zajc bedeutet das: Er wurde nicht nur für die ersten beiden Springen der Tournee disqualifiziert, sondern ist für die beiden anstehenden Wettbewerbe in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) gesperrt.

In Oberstdorf war die Beininnenlänge seines Anzugs um drei Millimeter zu kurz gewesen. Dieses Mal wich sein Anzug um vier Millimeter von der Norm ab. Matthias Hafele, Chefkontrolleur des Ski-Weltverbandes Fis, sagte schon in Oberstdorf: „Regel ist Regel. Da kann man keine Ausnahmen machen.“

Nach dem Anzugskandal bei der WM im vergangenen Winter in Trondheim wird besonders genau hingeschaut, zudem gibt es neue Maße und neue Regeln. Die Botschaft ist klar: Keiner sollte ans Limit gehen, will er die Gefahr einer Disqualifikation vermeiden.

Geiger: „Das darf nicht passieren“

Bei der WM in Trondheim hatte Norwegens Mannschaft unerlaubt ein steifes Band in den Anzug eingenäht, das aerodynamische Vorteile bringt. Mehrere Sportler, darunter Marius Lindvik und Johann André Forfang, wurden gesperrt, sind aber inzwischen wieder im Weltcup dabei – auch bei der Tournee.

Auf seine Disqualifikation in Oberstdorf hatte Zajc scheinbar locker reagiert, auf Instagram schrieb er mit einem Augenzwinkern: „Lasst uns den Anzug ein bisschen stretchen, vielleicht ist dann in Ga-Pa alles okay.“ Das allerdings war es nicht.

„Es kann einmal passieren, aber wenn es das zweite Mal in Folge passiert, muss ich sagen: das darf nicht passieren“, sagte der deutsche Skispringer Karl Geiger über den erneuten Verstoß des Slowenen. Und Ex-Weltklassespringer Severin Freund sagte als ZDF-Experte: „Es ist das einzig Korrekte, dass man der Linie treu bleibt. Wenn sich der Athlet dann nicht darauf einstellt und der Athlet nicht genug nacharbeitet, ist es die einzig logische Konsequenz, dass man von der Fis weiter bei der Linie bleibt.“

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