„Herz aus der Brust gerissen“ – Deutsche Olympiasiegerin trauert um ihr Pferd
Die deutsche Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl trauert um ihr Pferd Diallo. Der elfjährige Wallach ist am Dienstag in einer Münchner Pferdeklinik gestorben. Das bestätigte die viermalige Olympiasiegerin auf Instagram, wo sie ihren Abschied mit emotionalen Worten teilte.
„Heute früh musste ich dich gehen lassen, Diallo. Und kein Wort fühlt sich groß genug an für das, was gerade in mir zerbrochen ist“, schrieb die 39-Jährige an ihre mehr als 460.000 Follower.
Diallo war bereits am Montag in die Klinik eingeliefert worden. Noch am Wochenende zuvor habe sich alles leicht angefühlt, berichtete von Bredow-Werndl. „Dann kam diese Krankheit wie ein Sturm, lautlos, gnadenlos und unaufhaltsam“, schrieb sie weiter. Das Pferd habe gekämpft, am Ende habe sein Herz nicht mehr gekonnt.
Nach Angaben der Reiterin besteht der Verdacht auf eine Infektion mit dem Bornavirus. Es handelt sich um ein gefährliches Virus, das vorwiegend Pferde und Schafe befällt und eine meist tödlich verlaufende Entzündung des zentralen Nervensystems auslöst. Pferde stecken sich nach aktuellem Wissensstand nicht gegenseitig an, sondern vermutlich über Feldspitzmäuse.
„Dein Platz ist leer. Und doch bist du überall“
Gute Dressurpferde erreichen ihr sportliches Leistungsmaximum vergleichsweise spät. Sie gelten in der Regel zwischen zehn und 15 Jahren als im besten Dressuralter. In Paris gewann von Bredow-Werndl Gold mit Dalera BB, die Ausnahme-Stute war zu diesem Zeitpunkt bereits 17 Jahre alt.
Der Wallach Diallo galt ebenso als großes sportliches Versprechen. Im vergangenen Jahr feierte er mit von Bredow-Werndl erste Erfolge auf Grand-Prix-Niveau, unter anderem mit einem Sieg beim Grand Prix der Stuttgart German Masters im November.
Von Bredow-Werndl, die neben ihren vier Olympiasiegen auch einen WM-Titel sowie sechs EM-Titel gewonnen hat, verabschiedete sich mit den Worten: „Dein Platz ist leer. Und doch bist du überall.“ Sie werde Diallo in ihrem Herzen weitertragen.
Auch Bundestrainerin Monica Theodorescu äußerte ihre Trauer. „Ich bin sehr traurig, dass wir ein Pferd mit sehr guter internationaler Perspektive und liebenswertem Charakter verloren haben“, sagte die 62-Jährige.
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