Erst gerieten Spieler und Offizielle auf dem Rasen aneinander, dann sogar die Journalisten in der Mixed Zone. Das Viertelfinale beim Afrika-Cup zwischen Algerien und Nigeria bekommt ein sport-juristisches Nachspiel. Der afrikanische Fußball-Verband (Caf) verurteilte die Vorfälle bei der Partie am vergangenen Samstag in Marrakesch scharf und leitete eine Untersuchung ein.

Ebenfalls untersucht werden nicht näher genannte Vorfälle beim Spiel zwischen Kamerun und Gastgeber Marokko am Freitag in Rabat, teilte der Verband weiter mit. „Der Caf verurteilt jegliches unangemessenes Verhalten während der Spiele aufs Schärfste, insbesondere solches, das sich gegen das Schiedsrichterteam oder die Spielorganisatoren richtet“, hieß es in einer Mitteilung des Caf.

Verband kündigt Maßnahmen an

Nach dem 2:0 von Nigeria gegen Algerien musste Schiedsrichter Issa Sy vor aufgebrachten Mitarbeitern der algerischen Delegation abgeschirmt und vom Feld eskortiert werden. Videoaufnahmen zeigten, wie der Referee auf dem Weg zu seiner Kabine verfolgt wurde. Zudem sind Auseinandersetzungen von Medienvertretern in der Mixed Zone zu sehen.

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Zuvor hatte es Streit um eine vermeintliche Elfmeterszene in der ersten Halbzeit beim Stand von 0:0 gegeben. Nach einer Flanke von Frankfurts Mittelfeldspieler Fares Chaibi blockte Nigerias Verteidiger Semi Ajayi den Ball mit dem Arm im Strafraum. Schiedsrichter Sy ließ alllerdings weiterspielen, auch der VAR griff nicht ein.

Was genau nach dem 2:0-Erfolg von Marokko gegen Kamerun vorgefallen ist, wurde bisher nicht bekannt. „Der Caf hat die Angelegenheit dem Disziplinarausschuss zur Untersuchung übergeben und fordert, dass entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, falls die identifizierten Personen eines Fehlverhaltens für schuldig befunden werden“, teilte der Verband mit. Zudem kündigte er entsprechende Maßnahmen an, „falls die identifizierten Personen eines Fehlverhaltens für schuldig befunden werden“.

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