Anschuldigungen gegen Ex-Sportvorstand Stefan Kuntz erschüttern den HSV. Trainer Merlin Polzin berichtet, dass die Vorwürfe auch ein Thema in der Mannschaft seien.

Nach den Vorwürfen gegen den früheren Sportvorstand Stefan Kuntz beschäftigt das Thema auch die Mannschaft des Hamburger SV vor dem kommenden Spiel gegen Bayer Leverkusen. "Natürlich haben wir darüber gesprochen beziehungsweise ist es dann auch in der Mannschaft irgendwie ein Thema. Wir haben es jetzt nicht noch mal explizit angesprochen", sagte Trainer Merlin Polzin vor der Partie in der Fußball-Bundesliga am Dienstag.

Sein Motto und das Credo seien aber auch, "dass wir uns auf die Dinge fokussieren, die wir beeinflussen können: Das ist die Arbeit auf dem Platz, das ist die Arbeit im Videoraum", ergänzte Polzin.

HSV-Aufsichtsrat mit Stellungnahme

Nach der Trennung von Kuntz Anfang Januar hatte der Klub "familiäre Gründe" dafür genannt. Am Sonntag berichtete die "Bild" von Anschuldigungen gegen Kuntz. Der Aufsichtsrat des Hamburger SV teilte am Montag mit, der Abschied stehe im Zusammenhang mit Vorwürfen "eines schwerwiegenden Fehlverhaltens von Stefan Kuntz".

"Der Aufsichtsrat hat gemäß seiner Verantwortung sofort nach Kenntnisnahme der Vorwürfe mit Unterstützung spezialisierter externer Anwälte die Aufklärung der Vorfälle eingeleitet", hieß es in einer Stellungnahme des Kontrollgremiums auf der Internetseite des Fußball-Bundesligisten. Anschließend habe man "eine schnellstmögliche Trennung" angestrebt.

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Stefan Kuntz wehrt sich

Der frühere Nationalspieler hatte den Vorwürfen am Sonntagabend auf seinem offiziellen Instagram-Account widersprochen. "Erst einmal möchte ich sagen, dass mich die Vorwürfe hart treffen. Klar ist: Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück!", hieß es in dem Statement. Kuntz teilte weiter mit, er habe "im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen" seine Anwälte eingeschaltet. Diese sollten laut Kuntz "gegen diese FALSCHEN Vorwürfe und Vorverurteilungen" vorgehen.

Der Aufsichtsrat betonte, dass Kuntz "insbesondere in Kenntnis der gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Trennung zum 31.12.2025 zugestimmt" habe. Kuntz sei dabei anwaltlich vertreten worden.

Im Mai 2024 hatte der 63 Jahre alte Kuntz Jonas Boldt als Sportvorstand des HSV abgelöst. Unter Kuntz' Führung kehrten die Hamburger nach siebenjähriger Abstinenz in die Bundesliga zurück.

DPA hku
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