„Chancen fahrlässig verspielt“ – Kehl rechnet mit der Mannschaft ab
Die Tottenham Hotspurs pfiffen schon vor dem Spiel aus dem letzten Loch. Trainer Thomas Frank musste gegen den BVB auf 13 verletzte und gesperrte Spieler verzichten. Auf der Ersatzbank saßen fast nur Jugendspieler des Klubs. Trotzdem dominierte Tottenham besonders in der ersten Halbzeit gegen Dortmund und gewann das Champions-League-Spiel 2:0.
Nach der Niederlage, die vor allem aufgrund einer desolaten Vorstellung in der ersten Halbzeit verdient war, hat der BVB kaum noch Chancen auf die direkte Qualifikation für das Achtelfinale. Die Borussia muss wohl den Umweg über die Playoffs gehen. Sehr zum Ärger von Sportdirektor Sebastian Kehl.
Der 45-Jährige rechnete nach dem Spiel mit den Verlierern ab. „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen“, sagte er: „Wir werden das sicherlich auch mit der Mannschaft sehr kritisch besprechen. Die erste Halbzeit war schlecht – wenig Zweikämpfe geführt, wenig direkte Duelle einfach gewonnen, wenig Intensität. Und die Chancen, die wir heute hatten, haben wir damit in der ersten Halbzeit fahrlässig verspielt.“
Nun gehe es darum, zu verstehen, „dass wir mehr leisten und dass wir wieder intensiveren Fußball spielen müssen. Dass wir das, was wir uns erarbeitet haben, nicht zu leichtfertig zerstören zu lassen.“ Kehl sprach von einer Situation, in der man „kritisch“ sein und „den Finger in die Wunde legen“ müsse.
Kein BVB-Torschuss in der ersten Halbzeit
Der BVB fand in der ersten Halbzeit quasi nicht statt. Das Torschussverhältnis nach 45 Minuten sprach eine eindeutige Sprache: 11:0 für Tottenham. „Wir haben einfach nicht gut gespielt und verdient verloren. Das ist zu wenig. Wir müssen ein wenig aufpassen, dass wir nicht in eine Situation geraten, wo wir den Fokus verlieren“, mahnte Kehl: „Die Mannschaft muss verstehen, dass das nicht der Anspruch ist, den wir haben.“
Neben dem ideenlosen Auftreten in der ersten Halbzeit war auch die Rote Karte für Daniel Svensson in der 25. Minute ein Knackpunkt im Spiel. Svensson hatte zunächst die Gelbe Karte gesehen, nach VAR-Einsatz korrigierte der Schiedsrichter die Entscheidung jedoch und zeigte dem Schweden in der 25. Minute Rot.
„Am Ende trifft er den Ball zunächst und ja, dann ist der Kontakt an der Wade da“, räumte Kehl ein. „Wenn man sich das auf einem Standbild anschaut, dann kann man sagen, das ist eine Rote Karte. Aber für mich fehlt in dieser Aktion jegliche Intention, jegliche Intensität. Daher war die Rote Karte für mich nicht richtig“, sagte Kehl.
Direkte Achtelfinalqualifikation ist unwahrscheinlich
Cristian Romero (14. Minute) und Dominic Solanke (37.) trafen in der ersten Hälfte für die Spurs, die seit Wochen in der Krise stecken und gegen Dortmund ihren ersten Sieg in diesem Jahr feierten. Die Pleite gegen den 14. der Premier League wäre vermeidbar gewesen, sagte Kehl. „Denn wir haben jetzt nicht gegen eine Mannschaft aus Tottenham gespielt, die in überragender Form ist und die gerade vor Selbstvertrauen strotzt. Wir haben uns hier deutlich mehr erhofft und erwartet.“
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Am kommenden Mittwoch empfängt der BVB Inter Mailand, das mit zwölf Zählern einen Punkt mehr als der BVB auf dem Konto hat, zum abschließenden Spiel der Ligaphase. Es wird für die Mannschaft von Niko Kovac wohl darum gehen, sich eine gute Ausgangsposition für die Playoffs zu sichern, um dann um den Einzug ins Achtelfinale zu kämpfen. „Das wird jetzt womöglich nicht mehr für die besten Acht reichen“, sah auch Kehl ein.
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