„Die Bayern sind Beifahrer bei den Verhandlungen“ – Hamann wütet wegen Upamecano-Wende
Nach der verrückten Wendung steht Dayot Upamecano nun doch vor einer Vertragsverlängerung beim FC Bayern. Einen aber macht das Vorgehen seines ehemaligen Klubs wütend: Fernseh-Experte Dietmar „Didi“ Hamann.
Der ehemalige Profi der Münchner sagte bei „Sky“: „Die Bayern sind Beifahrer bei den Verhandlungen. Die werden von den Beratern am Nasenring durch die Manege geführt.“ Was er meint: Als die vom Verein gesetzte Deadline schon abgelaufen war – und das Angebot von den Bossen auch schriftlich zurückgezogen wurde – kam es zur Wende. Upamecano ging auf Bayern zu und will den Vertrag jetzt doch verlängern.
Hamann weiter: „Das ist ein Armutszeugnis! Wenn sie das Angebot zurückziehen, kann er kein Angebot annehmen, weil es zu dem Zeitpunkt, eine Stunde später, keins mehr gibt. Das ist für den Verein ein Armutszeugnis, wenn das so gewesen sein sollte.“
Rückblick: Upamecano kam im Sommer 2021 von RB Leipzig nach München, unterschrieb damals einen Vertrag bis 2026. Seit fast einem Jahr verhandelten Klub und die Berater des Verteidigers über eine gemeinsame Zukunft.
20 Millionen Euro Handgeld für Dayot Upamecano
Viele Wochen lag dem Franzosen ein Angebot über rund 20 Millionen Euro Jahresgehalt, 20 Millionen Euro Handgeld und eine Ausstiegsklausel für 2027 in Höhe von 65 Millionen Euro vor. Allerdings: Die Upamecano-Seite wollte das Handgeld als Einmalzahlung auf einen Schlag. Die Bayern wollten es über die Vertragslaufzeit strecken. Zur Einigung kam es lange nicht. Jetzt aber schon.
Hamann, der bis 1998 beim FC Bayern spielte, 143 Spiele für die Profis absolvierte und bereits am vergangenen Wochenende von „Machtlosigkeit bei Bayern“ sprach, hat kein Verständnis für die Haltung des FC Bayern: „Wenn das Angebot zurückgezogen ist und er ruft eine Stunde später an, dann hätte ich gesagt: Upamecano, komm morgen in der Geschäftsstelle vorbei, dann machen wir Dir ein neues Angebot, das aber nicht so hoch ist wie das Letzte.“
Der neue Vertrag für Upamecano soll bis 2030 gültig sein. Die Verhandlungen zwischen den Münchnern und Upamecano hatten zuletzt für viel Aufsehen gesorgt. Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß machte das Management des 27-Jährigen für dessen Zögern verantwortlich.
„Ich weiß, dass er und seine Familie sich in München sehr wohlfühlen. Ich fürchte jedoch, dass seine Berater alles tun werden, um ihn aus München wegzulotsen“, hatte Hoeneß dem „Kicker“ gesagt. Er sei über dieses Verhalten „entsetzt“.
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