J.D. Vance zog es an seinem ersten Tag bei den Olympischen Spielen zum Eishockey. Zusammen mit seiner Frau und seinen drei Kinder sah der US-Vizepräsident am Donnerstagabend in Mailand den ungefährdeten 5:1-Sieg der amerikanischen Frauen gegen Tschechien. Die Tribüne, auf der auch US-Außenminister Marco Rubio das Spiel verfolgte, wurde von etlichen Sicherheitsbeamten bewacht.

Vance war am Donnerstagvormittag mit der Air Force Two in Mailand gelandet. Es war eines von 14 Flugzeugen, mit denen der Tross um den Trump-Stellvertreter unterwegs ist. Elf Maschinen transportieren die Delegation, die aus Mitarbeitern, ehemaligen Sportlern wie dem Doppel-Olympiasieger im Shorttrack Apolo Ohno und Sicherheitsbeamten besteht. Ein Flugzeug ist mit Lebensmitteln beladen, zwei weitere haben gepanzerte Fahrzeuge aus den USA nach Italien transportiert.

Vance und Rubio wohnen im Sheraton-Hotel, das extrem abgeriegelt ist. Neben der Luxus-Unterkunft ist ein großes schwarzes Zelt aufgebaut, in das der Wagen mit Vance fuhr. Wohl, um bei der Ankunft des Trump-Stellvertreters keine potenzielle Angriffsfläche zu bieten. Die Häuser rund um das Hotel sind mit Sicherheitsposten besetzt, die neben Waffen auch Wärmebildkameras haben sollen.

Fahrzeug-Tross besteht aus 100 Wagen

Bevor Vance zum Eishockey ging, besuchte er amerikanische Olympia-Teilnehmer.„Das ganze Land – Demokraten, Republikaner, Unabhängige – wir alle drücken euch die Daumen und jubeln für euch“, sagte der 41-Jährige beim Zusammentreffen. Vance nimmt am Freitagabend auch an der zentralen Eröffnungsfeier im San-Siro-Stadion teil.

Die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Besuch sind gigantisch. Wenn er und sein Tross sich durch Mailand bewegen, fahren 100 Autos durch die extra abgesperrten Straßen der Stadt.

Zum Schutz der Delegation sind auch ICE-Beamte mit nach Mailand gereist. Die Einwanderungspolizei steht wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten, bei dem in der Großstadt Minneapolis zwei Menschen erschossen wurden, stark in der Kritik. Das US-Heimatschutzministerium, dem ICE untersteht, erklärte, dass die Behörde „selbstverständlich“ keine Einwanderungsmaßnahmen im Ausland durchsetze. Stattdessen solle eine ICE-Einheit den diplomatischen Sicherheitsdienst des US-Außenministeriums unterstützen.

Der Einsatz von ICE-Beamten in Italien hatte Besorgnis und Empörung ausgelöst. Der Bürgermeister von Mailand, Giuseppe Sala, äußerte etwa scharfe Kritik. „Als Bürgermeister von Mailand und als Italiener möchte ich auf keinen Fall, dass diese private Polizeitruppe nach Mailand kommt. Es handelt sich um eine Polizei, die völlig illegal agiert und tötet.“

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