Silber in Team-Kombination – Aicher rast mit perfektem Lauf zu ihrer zweiten Medaille
Wenige Sekunden bevor ihre Namen aufgerufen wurden, griffen sich Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann an den Händen. Als die Stadionsprecherin ihre Namen verkündete, sprangen die beiden deutschen Skifahrerinnen auf das Podest. Als die Silbermedaillen um ihren Hälsen hingen, umarmten sie sich.
Aicher und Weidle-Winkelmann feierten ihren zweiten Platz in der Team-Kombination. Für Aicher ist es schon die zweite Medaille bei den Winterspielen, nachdem sie auch in der Abfahrt zu Silber gerast war. Am Ende fehlten nur 0,05 Sekunden auf Gold. In der Abfahrt war es noch knapper: Am vergangenen Sonntag betrug der Rückstand auf den ersten Platz nur 0,04 Sekunden.
Olympiasiegerinnen in Cortina d'Ampezzo wurden überraschend die Österreicherinnen Ariane Rädler und Katharina Huber. Bronze ging an das US-Duo Jacqueline Wiles und Paula Moltzan. Deren top-favorisierte Teamkolleginnen Mikaela Shiffrin und Breezy Johnson wurden trotz Führung nach der Abfahrt nur Vierte.
Während die neuen Olympiasiegerinnen und die Drittplatzierten den Auslauf nach der Medaillenzeremonie schnell verlassen hatten, feierten die Deutschen immer noch. Hinter der Bande am Auslauf versammelte sich das komplette Alpin-Team und nahem die beiden Silbermedaillen Gewinnerinnen auf die Schultern, um vor dem Panorama der Dolomiten ein Jubel-Foto zu machen.
Zur Halbzeit des Events hatte die deutsche Paarung auf Rang sechs gelegen. Der Rückstand auf die Podestplätze betrug nach Weidle-Winkelmanns Abfahrt eine knappe halbe Sekunde. Doch Aicher holte sie im Slalom auf. Sie fuhr die Bestzeit.
„Wahnsinn, unglaublich, das hätte ich, ehrlich gesagt, nicht gedacht. Ich war unfassbar aufgeregt bei Emmas Lauf“, sagte Weidle-Winkelmann. Es sei eine Achterbahnfahrt gewesen: „Das ist alles sehr, sehr emotional. Emma hat zu 100 Prozent abgeliefert. Man sieht, es ist alles drin. Einfach ein Wahnsinnstag.“
Die 22 Jahre alte Allrounderin ist die erste deutsche Skirennfahrerin seit Maria Höfl-Riesch vor zwölf Jahren in Sotschi, die gleich zwei Medaillen von den gleichen Winterspielen mit nach Hause nimmt. Mindestens: Im Super-G und im Spezialslalom hat Aicher noch weitere Chancen.
Schwierige Sicht bei der Abfahrt
Es sei wieder eine „sehr herausfordernde Abfahrt“ gewesen, meinte Weidle-Winkelmann nach dem ersten Teil der Kombination - auch wegen der mitunter „diffusen“ Sicht. Dennoch war sie mit der Ausgangslage für Aicher zufrieden. Diese sei „eine der besten Slalomfahrerinnen der Welt“, sagte sie über ihre junge Teamkollegin. Sie vertraue ihr zu 100 Prozent – zu Recht.
Die Team-Kombination gehörte nach ihrer WM-Premiere 2025 in diesem Jahr erstmals zum Olympia-Programm. Die Zeiten aus Abfahrt und Slalom werden dabei addiert.
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