Es ist ein Abend, der für das Schweizer Eishockey-Nationalteam weit über die sportliche Niederlage hinaus Folgen hat. Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand verliert die Auswahl nicht nur ihr Gruppenspiel gegen Kanada 1:5, sondern binnen weniger Stunden auch drei Spieler. Besonders die schwere Verletzung von Stürmer Kevin Fiala sorgt für Bestürzung. „Wir sind besonders besorgt um Kevin, bei ihm sieht es nicht gut aus“, sagte ein sichtlich angefasster Trainer Patrick Fischer.

Drei Minuten vor Schluss, die Partie war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden, führte Fiala den Puck an der blauen Linie, als ihn Kanadas Verteidiger Tom Wilson mit einem harten, aber regelkonformen Check stoppte. Wilson stürzte bei seiner Aktion selbst zu Boden und fiel mit dem ganzen Körpergewicht auf das Bein des Schweizers. Fiala ging schreiend zu Boden. Er lag verdreht auf dem Eis und signalisierte, dass er Hilfe bräuchte.

Der NHL-Profi von den Los Angeles Kings wurde lange auf dem Spielfeld behandelt, und schließlich bäuchlings auf einer Trage abtransportiert. Das kanadische Team zollte dem verletzten Gegner mit Stockschlägen auf die Eisfläche Respekt.

Noch in der Nacht teilte der Schweizer Verband mit, dass das Turnier für Fiala beendet ist. Die Rede war von einer nicht näher bezeichneten Unterschenkelverletzung. Eine genaue Diagnose stand noch aus.

„Es tut mir furchtbar leid“, sagt der Gegenspieler

„Das war schwierig für uns, ihn auf der Trage zu sehen“, sagte Nationaltrainer Fischer. „Kevin gibt alles und will alles geben. Natürlich sind seine Frau und wir alle davon sehr mitgenommen.“

Gegenspieler Wilson bat aufrichtig um Entschuldigung. „Es tut mir furchtbar leid“, sagte er gegenüber „The Athletic“: „Ich bete für ihn. Man möchte nie, dass ein Spieler ausfällt, vor allem nicht bei so einem Turnier.“

Auch Stürmer Sydney Crosby äußerte sein Mitleid: „Das war hart anzuschauen und sah nicht gut aus. Wir hoffen, dass es ihm bald besser geht.“

Crosby selbst hatte zu Beginn der Partie mit einem robusten Check gegen Andrea Glauser für die erste Verletzung gesorgt. „Er hat eine Kopfverletzung, wohl etwas in Richtung Gehirnerschütterung“, erklärte Fischer. Auch der Schweizer Denis Malgin konnte nicht zu Ende spielen. Er erlitt eine Schulterverletzung.

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