Es ist ein Slogan, der zum Symbol für ein Land wurde, das in den 1980-er Jahren damit begann, die große Fußballbühne mit mutigem Offensivfußball zu erobern. „We are red, we are white, we are Danish Dynamite“ singen die Fans der dänischen Fußball-Nationalmannschaft seither stets bei Länderspielen.

Als Vater des berühmten „Danish Dynamite“ gilt der deutsche Trainer Sepp Piontek, der nun im Alter von 85 Jahren nach kurzer Krankheit in seiner Wahlheimat Dänemark gestorben ist. „Sepp wird für immer als einer der einflussreichsten Nationaltrainer in der Geschichte des dänischen Fußballs in Erinnerung bleiben“, schrieb der dänische Fußballbund DBU am Donnerstag bei Facebook. Zuvor hatte der dänische Fernsehsender TV2 unter Berufung auf Pionteks Familie von dessen Tod berichtet.

In den Anfangszeiten der Bundesliga spielte Piontek in der Defensive von Werder Bremen. Mit ihm gewann das Team von der Weser 1965 seine erste Meisterschaft. Als eine Verletzung seine aktive Karriere stoppte, machte Piontek den Trainerschein. Er coachte erst Werder, dann Fortuna Düsseldorf, das Nationalteam Haitis und den FC St. Pauli, bevor er 1979 Trainer der dänischen Nationalmannschaft wurde – und Kultstatus erlangte.

Nationaltrainer in Grönland

1986 in Mexiko nahmen die Dänen unter Piontek erstmals an einer Weltmeisterschaft teil – und schafften es bis ins Achtelfinale, in dem sie gegen Spanien ein 1:5 kassierten. In der Vorrunde hingegen hatten die Dänen alle drei Spiele gewonnen. Auf ein 1:0 gegen Schottland folgten ein 6:1 gegen Uruguay sowie ein 2:0 gegen Deutschland, das später im Finale den Argentiniern 2:3 unterlag.

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1990 endete für Sepp Piontek das Engagement als Nationaltrainer von Dänemark. Es folgten weitere Trainerstationen in der Türkei, bei mehreren dänischen Vereinen – und in Grönland, wo er von 2000 bis 2002 tätig war. Im Jahr 2004 übernahm er für eine kurze Zeit erneut die Nationalelf Grönlands und wurde für seine Tätigkeit unter anderem mit Fischwaren vergütet. Im Anschluss beendete Piontek seine Karriere als Coach.

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