„Mamma mia! Jetzt haben Italiener Albträume von Norwegen“ – Außenseiter schockt erneut Inter
Kläglich gescheitert gegen den Außenseiter aus Norwegen: Inter Mailand ist nur ein Dreivierteljahr nach dem Einzug ins Endspiel ausgerechnet gegen Bodö/Glimt in den Play-offs sensationell gescheitert. „Die Champions League endet mit einer Blamage“, titelte die italienische Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“. „Sie waren besser als wir“, gab Italiens Nationalspieler Nicolo Barella zu.
Mit 1:2 im heimischen Giuseppe-Meazza-Stadion und 1:3 in Norwegen war das Aus für Inter sogar ziemlich deutlich. „Sie haben ihre Aufgabe erfüllt“, erkannte auch Deutschlands Nationalspieler Yann Bisseck an, der für Inter in der Verteidigung spielt. „Wir sind enttäuscht, aber morgen ist ein neuer Tag.“
Der könnte für den italienischen Fußball weitere herbe Rückschläge bringen. Neben Inter steht auch Atalanta Bergamo (0:2 bei Borussia Dortmund) und Juventus Turin (2:5 bei Galatasaray) in den Play-offs vor dem Aus. Meister SSC Neapel konnte sich nicht mal für die K.o-Runde qualifizieren. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, dass keine Mannschaft aus der stolzen Serie A im Achtelfinale der Königsklasse stehen wird.
Auch in der WM-Qualifikation war Norwegen mit zwei klaren Erfolgen dem Weltmeister von 2006 überlegen. Die Squadra Azzurra muss in die Play-offs, während Erling Haaland und Co. ihren Startplatz sicher haben. „Mamma mia! Jetzt haben Italiener Albträume von Norwegen“, jubelte die norwegische Zeitung „Aftenposten“ nach dem nächsten Coup am Dienstagabend.
Ganz anders dagegen die Situation bei Bodö/Glimt. Erstmals steht die Mannschaft aus dem Norden Norwegens im Achtelfinale und darf sich auf Manchester City oder Sporting Lissabon in der Runde der besten 16 freuen. Die Auslosung findet am Freitag (12.00 Uhr) in Nyon/Schweiz statt.
Starke Bilanz gegen Top-Teams
„Es klingt unglaublich, aber wir sind dabei“, jubelte Torschütze Jens Petter Hauge. „Es ist fantastisch, was wir erreicht haben. Es ist wirklich großartig.“ Der Offensivspieler lief in der Saison 2020/21 ausgerechnet für Inters Lokalrivalen AC Mailand auf. Danach folgte der Sprung zu Eintracht Frankfurt, ehe er im Januar 2025 nach mehreren Leihgeschäften zu Bodö/Glimt wechselte.
Völlig aus dem Nichts kommt der sensationelle Lauf der Norweger allerdings nicht. In der Ligaphase der Champions League setzte die Mannschaft von Trainer Kjetil Knutsen gerade in der Schlussphase die Highlights. In Dortmund holte das Team ein verdientes 2:2, danach gelang mit zwei furiosen Auftritten gegen Manchester City (3:1) und bei Atlético Madrid (2:1) der Sprung in die Play-offs. Dort war Inter Mailand kein Hindernis. Die eindrucksvolle Bilanz: Fünf Spiele gegen europäische Top-Teams, vier Erfolge und ein Unentschieden.
Den jüngsten Sieg des Außenseiters über einen Favoriten aber werteten sie als historischen Erfolg. „Das ist die größte Überraschung in der Geschichte der Champions League“, meinte der norwegische TV-Kommentator Öyvind Alsaker. Und Hakon Evjen, Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:0 in Mailand, ergänzte: „Wir haben etwas völlig Verrücktes geschafft. Es ist surreal.“
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