Aus der Ferne erlebt Max Kühner bange Tage. Der Springreiter befindet sich in Deutschland, vier Mitarbeiter seines Unternehmens sowie sieben Pferde sitzen allerdings in Katar fest. Dort wollte Kühner eigentlich am Auftakt der Global Champions Tour ab Mittwoch teilnehmen. Wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten wird daraus jedoch nichts. „In Anbetracht der brisanten Lage werde ich natürlich hierbleiben“, sagte der seit 2015 für Österreich startende Reiter dem Fachmagazin „Bayerns Pferde“.

Schon am Sonntag hatte es Meldungen über abgeschossene Drohnen über dem Turniergelände gegeben, der deutsche Springreiter Philipp Weishaupt berichtete von Videos seiner Pferde-Pflegerin, in denen „die Drohnen genau über die Zelte der Pferde fliegen“.

Kühner erzählte, er stehe beinahe stündlich mit seinen Mitarbeitern in Kontakt. „Über dem Turniergelände und den Stallzelten fliegen ständig Drohnen und Raketen. Zwar werden viele davon abgeschossen, doch die Trümmerteile haben schon Hotels getroffen. Man hört immer wieder Detonationen ganz in der Nähe“, sagte der 52-Jährige.

Kühners Priorität ist Ausreise seiner Mitarbeiter und Pferde

Seit Jahresbeginn fanden in Katar mehrere Turniere statt, auch Kühner war längere Zeit vor Ort. In der Stadt Ar-Rayyan soll nun die erste Station der Global Champions Tour beginnen, der weltweit höchstdotierten Serie. Offiziell abgesagt ist das Event noch nicht, wenngleich einige Reiter schlicht nicht vor Ort sein werden.

„Wenn ich mit anderen Reitern spreche, dann glaubt aktuell keiner, dass es weitergeht. Jeder macht sich nur Gedanken darüber, wie wir unsere Leute und Pferde sicher nach Hause bekommen. Das hat jetzt absolute Priorität. Da tritt der Sport in der Hintergrund“, sagte Kühner dem österreichischen Portal „EQWO“.

Eine Ausreise der Mitarbeiter und Pferde gestaltet sich allerdings schwierig, schließlich ist der katarische Luftraum nach den iranischen Gegenangriffen auf US-Militärstützpunkte in dem Land geschlossen. Zuvor hatten Israel und die USA den Iran angegriffen. „Die Situation für meine Mitarbeiter dort ist sehr angespannt, aber im Moment können wir nicht viel mehr machen als zu warten. Schließlich sind alle Flüge gecancelt worden und solange im betroffenen Luftraum so viel los ist, wird sich das nicht so bald ändern“, sagte Kühner zum Portal „Bayerns Pferde“. Er muss also weiter bangen.

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