Die Kaderkosten der 36 Vereine im deutschen Profifußball werden gedeckelt. Künftig dürfen die Clubs maximal 70 Prozent ihrer relevanten Einnahmen für Personalausgaben aufwenden. Das haben die Erst- und Zweitligisten auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga in Düsseldorf beschlossen.

„Es handelt sich um eine der umfassendsten Weiterentwicklungen der nationalen Finanzregularien in der Geschichte des deutschen Profifußballs“, sagte DFL-Geschäftsführer Marc Lenz. Die DFL gehe damit „einen wichtigen und für alle Clubs sinnvollen Schritt zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit und Finanzstabilität in den Lizenzligen“.

Die Kaderkostenregel wird ab der kommenden Saison schrittweise eingeführt und ab der Spielzeit 2028/29 vollständig umgesetzt. Sie orientiert sich an den für die internationalen Club-Wettbewerbe geltenden Uefa-Finanzregularien. Durch die Einführung eines transparenten und klaren Systems sollen vor allem finanzielle Extremfälle vermieden werden, „die der Wettbewerbsintegrität und der Stabilität des jeweiligen Clubs und Muttervereins schaden“, teilte die DFL mit.

Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.

Die Dachorganisation erachtet die neuen Maßnahmen zur Regulierung von Defiziten und Förderung nachhaltiger Mittelverwendung als notwendig und wird die Umsetzung mittels eines umfassenden Monitorings überwachen. Bei Verstößen drohen monetäre und sportliche Sanktionen. Diese reichen von finanziellen Maßnahmen über Punktabzüge bis zu Spielberechtigungssperren – einem neuen Sanktionsinstrument, bei dem ein Club keine neuen Spieler verpflichten darf.

Ziel der Kaderkostenregel ist es, die finanzielle Stabilität und Planbarkeit der Clubs zu stärken, ohne die nationale Wettbewerbsdynamik oder die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu reduzieren. „Deutsche Proficlubs wirtschaften im internationalen Vergleich sehr rational“, sagte Ligapräsident Hans-Joachim Watzke. Es sei aber „notwendig, die Finanzregularien weiter zu schärfen.“

DFL gibt sich einen neuen Namen

Wenn die ersten Änderungen im kommenden Jahr greifen, wird die Organisation auch unter neuem Namen firmieren. Die DFL trennt sich von ihrem Namen und wird zur Bundesliga. Ab der kommenden Saison wird die Benennung des Ligaverbands und der Liga-Organisation an die Wettbewerbsmarke angeglichen und von DFL e.V. bzw. DFL GmbH in Bundesliga e.V. bzw. Bundesliga GmbH geändert.

Damit soll unter anderem die strukturelle Einheit des deutschen Profifußballs noch stärker betont und eine deutlichere Abgrenzung zum Deutschen Fußball-Bund erreicht werden. Zudem erhofft sich die Bundesliga sowohl im sportpolitischen Diskurs als auch in der globalen Vermarktung eine bessere Wahrnehmung ihrer Marke.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke