Der ukrainische Para-Biathlet Maksym Murashkovskyi führt seine erste Paralympics-Medaille auch auf die Unterstützung durch künstliche Intelligenz zurück. „In den vergangenen sechs Monaten habe ich mit ChatGPT trainiert“, sagte der 25-Jährige nach dem Gewinn der Silbermedaille im Einzelrennen der sehbehinderten Männer bei den Paralympischen Spielen in Italien. Die KI habe durchaus Anteil an seinem Erfolg, betonte der Athlet.

Die Software habe ihm nicht nur bei taktischen Fragen unterstützt. „Es war etwa die Hälfte meines Trainingsplans, Motivation und vieles mehr. Es machte also einen großen Teil meines gesamten Trainings aus“, erklärte Murashkovskyi.

„Ich habe es als Psychologen, Trainer und manchmal sogar als Arzt genutzt.“ An den kompletten Ersatz menschlicher Experten glaubt der Ukrainer vorerst aber nicht. „Aber teilweise bestimmt“, sagte er mit Blick in die Zukunft.

Mit dreimal Gold, zweimal Silber und fünfmal Bronze liegt die Ukraine derzeit auf Rang zwei des Medaillenspiegels hinter China (8 - 5 - 4). Dass im Zuge der Spiele von Peking 2022 in China stark in den paralympischen Sport investiert wurde, wirkt sich weiter aus. Deutschland liegt mit einmal Gold und jeweils fünfmal Silber und Bronze derzeit auf Rang neun (Stand am Dienstamorgen).

Eine Deutsche schreibt olympische Geschichte

Die Bilanz aufpolieren könnte an diesem Dienstag unter anderem Kathrin Marchand, deren Start aber auch ohne Medaille historisch sein wird: Wenn die gebürtige Kölnerin in Italien im Skilanglauf auf die Loipe geht, wird sie zur ersten Athletin, die sowohl bei Olympischen Spielen als auch bei den Paralympischen Sommer- und Winterspielen gestartet ist.

Als Ruderin startete sie zweimal bei Olympischen Spielen – 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro. Als ein Schlaganfall 2021 ihr Leben veränderte, hatte die damals 30-Jährige ihre Leistungssportkarriere bereits beendet und sich auf ihre Zukunft als Ärztin fokussiert.

Doch ein Jahr nach dem Schicksalsschlag brachte sie dann ein Fernsehbericht über Para-Sport zurück zum Spitzensport – zunächst erneut ins Ruderboot. Bei den Paralympics 2024 in Paris verpasste sie im Mixed-Vierer die Bronzemedaille nur um wenige Hundertstelsekunden. „Ich war danach frustriert vom Rudern. Dann wurde ich angesprochen, ob ich nicht Skilanglauf ausprobieren will“, berichtet Marchand. „Dann ging es ratzfatz.“

Als Ausdauertraining vom Rudern war ihr das Langlaufen nicht gänzlich fremd. Doch zunächst war fraglich, ob ihre körperlichen Einschränkungen für eine Startberechtigung ausreichen. Durch ihren Schlaganfall sieht die 35-Jährige auf beiden Augen ein Drittel weniger, ihre linke Körperhälfte ist eingeschränkt. Auch Multitasking oder Orientierung in neuen Umgebungen fallen ihr schwer. Mit der erfolgreichen Klassifizierung begann dann das intensive Langlauftraining – das sie nun nach Italien brachte.

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