Jeong trifft spät – Union überrascht in Freiburg
Mit einem Tor in der Nachspielzeit hat der 1. FC Union Berlin einen dringend benötigten Sieg im Abstiegskampf der Bundesliga gefeiert. Der eingewechselte Wooyeong Jeong führte das Team mit seinem Treffer zum 1:0 beim so heimstarken SC Freiburg.
Nach einer über weite Strecken ereignisarmen Partie traf Jeong in der 92. Minute etwas überraschend für die zuvor harmlosen Berliner. Das Polster vor dem Abstiegsrelegationsrang wuchs auf sieben Punkte an. Der SC Freiburg verpasste drei Tage nach dem 0:1 in der Europa League in Genk den angestrebten Erfolg als Wiedergutmachung.
Erstmals seit dem Saisonauftakt und der Niederlage gegen den FC Augsburg mussten die Breisgauer vor heimischem Publikum wieder eine Niederlage einstecken.
Im Duell mit Union erarbeitete sich der Sport-Club die Spielkontrolle. Die Gastgeber agierten aktiver, richtig gefährlich in der Offensive wurden sie aber genauso wenig wie die Berliner.
Bundesliga-Debütant Raab hält Unions Sieg fest
Ein Aktivposten aufseiten der Freiburger war in der ersten Hälfte zwar Rechtsaußen Cyriaque Irié, klare Torchancen hatte aber auch er nicht. Als der 20-Jährige nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, warf sich ein Unioner in den Schuss. Auch die Versuche der Badener, aus der zweiten Reihe zum Torerfolg zu kommen, führten nicht zu ernsthaften Prüfungen für Unions Ersatzkeeper Matheo Raab.
Auf Stammtorhüter Frederik Rönnow hatte Coach Steffen Baumgart verzichten müssen. Der Däne war am Mittwoch im Training umgeknickt, anders als erhofft reichte es nicht für den Auftritt in Freiburg. So kam Raab zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz.
Union Berlins Torwart Matheo RaabAuch bei der ersten vielversprechenden Aktion des Sport-Clubs der zweiten Hälfte musste Raab aber nicht eingreifen. Knapp zehn Minuten nach dem Seitenwechsel zirkelte Derry Scherhant einen Freistoß aus zentraler Position von der Strafraumkante über das Tor.
Von den Gästen kam in der Offensive wenig. Den Freiburgern mangelte es an Präzision und Ideen. In der Nachspielzeit wurde Raab zum Helden, als er mit einer spektakulären Parade Unions Sieg festhielt. Nach dem Spiel stand er mit einer dick bandagierten Hand am DAZN-Mikro und sagte mit brüchiger Stimme: „Wir konnten nicht mehr wechseln, deswegen habe ich auf die Zähne gebissen. Ich freue mich einfach über mein Bundesliga-Debüt. Ich bin einfach nur glücklich, scheiß auf die Hand. Ich habe da so lange darauf gewartet.“
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