Torjäger Edin Dzeko vom FC Schalke 04 wird nun doch nur für ein Spiel gesperrt. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat dem Einspruch des Zweitliga-Spitzenreiters gegen die Zwei-Spiele-Sperre stattgegeben und änderte die Strafe auf ein Spiel Sperre plus 20.000 Euro Geldstrafe ab. Somit muss der bosnische Nationalspieler nur im Spitzenspiel am Samstag (20.30 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) bei Darmstadt 98 pausieren und darf im darauffolgenden Heimspiel gegen den Karlsruher SC wieder mitspielen.

Dzeko hatte beim 2:2 gegen Hannover 96 seinen Gegenspieler Husseyn Chakroun mit dem hohen Fuß am Arm vor dem Oberkörper getroffen. Dafür sah er wegen rohen Spiels die Rote Karte und wurde im Einzelrichterverfahren zu einer Sperre von zwei Partien verurteilt. Schalke legte Einspruch ein.

Nach Ansicht des Vereins habe Dzeko kein Foul begangen, das die Gesundheit des Gegenspielers rücksichtslos gefährdete, wie es der DFB in seinem Einzelrichterurteil darstellte. Es folgte eine mündliche Verhandlung des Sportgerichts unter dem Vorsitz von Stephan Oberholz am DFB-Campus.

„Edin Dzeko hat seine Argumente sehr überzeugend dargelegt“

Zur Urteilsbegründung sagte Oberholz laut Verbandsmitteilung: „Wir gehen nach der Beweisaufnahme von einem Sonderfall aus, der von den üblichen Formen des rohen Spiels abweicht.“ Man habe die Frage beantworten müssen, ob rücksichtsloses Verhalten vorliege. „Für das Gericht ist das Verhalten des Spielers unbeholfen, ungelenk und unglücklich, seine Handlung hatte auch keine hohe Intensität, der Gegenspieler wurde lediglich am Unterarm getroffen, sodass wir lediglich ein unsportliches Verhalten annehmen und die Strafe dementsprechend reduzieren konnten.“

Bei der Beweisaufnahme vor Ort sprachen neben Anwalt Christoph Schickhardt und Schalkes Sportvorstand Frank Baumann auch der per Video zugeschaltete Dzeko sowie Schiedsrichter Dr. Robin Braun. Der Unparteiische erläuterte noch einmal seine Argumente für eine Rote Karte, räumte aber auch ein: „Eine Gelbe Karte wäre hier grundsätzlich auch vertretbar gewesen.“ Baumann sagte nach dem Urteilsspruch, er sei „dankbar, dass im Sinne des Sports die Entscheidung getroffen wurde, die Sperre zu verkürzen. Edin hat seine Argumente sehr überzeugend dargelegt“.

In der 52. Minute des Heimspiels der Schalker gegen Hannover traf Dzeko seinen Gegenspieler Chakroun mit dem hohen Bein in der Bauchgegend. Schiedsrichter Robin Braun entschied sofort auf Rot, weil er ein „Trefferbild mit offener Sohle im Rippenbereich“ erkannt hatte, wie der Referee im Nachgang erklärte: „Es stellt eine Gesundheitsgefährdung für den Gegenspieler dar.“ Eine im Endeffekt harte Rote Karte, aber keine klare Fehlentscheidung, weshalb dem VAR im Spiel die Grundlage für eine Revision fehlte.

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