Max Verstappens Vater sieht die Gefahr, dass der viermalige Weltmeister bald die Lust an der Formel 1 verliert. „Das Fahren in diesen Autos fordert ihn nicht. Ehrlich gesagt, befürchte ich, dass Max seine Motivation verliert“, sagte Jos Verstappen dem niederländischen „Telegraaf“ vor dem Großen Preis von Japan am Sonntag (7.00 Uhr, Sky). Sohn Max fährt im Red Bull seit dem Saisonstart der Spitze hinterher und hat sich mehrfach sehr kritisch über das neue Technik-Regelwerk geäußert.

„Man hört immer wieder, dass es eine Frage der Gewöhnung ist, aber ich bin mir sicher, dass Max so keinen Spaß daran haben wird“, warnte sein Vater. Unter den neuen Richtlinien spielt der Elektro-Anteil des Motors eine viel größere Rolle, die Piloten müssen immer wieder die Batterie laden und häufiger vom Gas gehen. Das kommt Max Verstappens Talent wenig entgegen.

Jos Verstappen erklärte: „Früher dachte er, Formel 1 zu fahren sei das Größte überhaupt. Aber jetzt bin ich ziemlich pessimistisch. Ich würde gern sagen, dass es nicht so ist, aber ich sehe darin ein Problem mit Blick auf seine Zukunft.“

Beim Formel-1-Rennen in Suzuka kommt bei Verstappen wieder viel Frust auf

Max Verstappen hat beim Red-Bull-Team noch einen Vertrag bis 2028, besitzt Branchenexperten zufolge aber eine Ausstiegsklausel zum Saisonende. Zuletzt hatte der 28-Jährige immer wieder von anderen Rennserien geschwärmt. In der Pause vor dem Japan-Gastspiel startete er bei einem Sportwagen-Rennen auf dem Nürburgring. Dort will er im Mai auch am 24-Stunden-Klassiker teilnehmen.

Unterdessen macht Mercedes-Teenager Kimi Antonelli nach seiner Sieg-Premiere in der Formel 1 einfach so weiter. Zwei Wochen nach seinem Triumph in China schnappte sich der Italiener an diesem Samstag auch in Japan Startplatz eins und greift beim dritten Saisonlauf am Sonntag (7.00 Uhr/Sky) jetzt auch nach der WM-Führung. „Ich bin superglücklich, habe mich sehr wohlgefühlt im Auto“, sagte der 19-Jährige. Sein Teamkollege George Russell, der in der Gesamtwertung noch vier Punkte Vorsprung hat, musste sich mit Rang zwei begnügen.

Antonelli, der zuletzt in Shanghai als jüngster Fahrer in der Geschichte der Königsklasse den besten Startplatz eroberte, sorgte diesmal für die 50. Poleposition eines Italieners in der Formel 1. Stallrivale Russell beklagte Probleme mit der Abstimmung seines Autos und hatte am Ende drei Zehntelsekunden Rückstand.

Dritter wurde McLaren-Pilot Oscar Piastri vor Ferrari-Fahrer Charles Leclerc. Titelverteidiger Lando Norris belegte im zweiten McLaren den fünften Platz. In China hatten beide McLaren-Fahrer wegen technischer Defekte nicht am Grand Prix teilnehmen können. „Wir haben nicht die Geschwindigkeit der Mercedes. Aber wir kommen näher dran, das ist das Wichtigste“, sagte Piastri.

Für den viermaligen Weltmeiste Verstappen setzte sich dagegen der Frust der ersten Saisonwochen fort. Er konnte mit den Zeiten der Spitze nicht mithalten und belegte Rang elf. „Irgendwas ist falsch mit dem Auto. Es ist plötzlich unfahrbar“, klagte Verstappen am Boxenfunk. Nach zuletzt vier Siegen in Suzuka dürfte die Rekordserie des Niederländers reißen. Der Dienstwagen des 28-Jährigen ist bislang deutlich zu langsam – das kommt neben dem Hadern über das neue Technik-Regelwerk zu allem Übel noch obendrauf.

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