Nach seinem Riesenpech bei Olympia gelingt dem deutschen Snowboarder der große Coup
Sechs Wochen liegen zwischen Frust und Enttäuschung einerseits und riesigem Jubel andererseits. Nach einem extrem unglücklichen Tag bei den Olympischen Winterspielen in Italien hat sich Snowboardcrosser Leon Ulbricht jetzt in einem spannenden Saisonfinale den Gesamtweltcup geholt.
Der 21-Jährige belegte beim letzten Rennen des Winters im kanadischen Mont Sainte-Anne Rang zwei und verteidigte damit seine knappe Führung im Gesamtklassement vor dem Australier Adam Lambert und dem Franzosen Aidan Chollet. „Das war schon ein krasser Tag, so viele knappe Heats. Klar war ich nervös, aber nicht nervöser als sonst“, sagte er anschließend. „Ich habe auch nicht gerechnet, sondern den Gesamtweltcup komplett ausgeblendet. Dass es jetzt so ausgeht, ist natürlich extrem geil.“
Das bittere Aus bei den Winterspielen hat Ulbricht augenscheinlich noch stärker gemacht – seit dem Ende der Spiele stand er in jedem Rennen auf dem Podest.
Leon Ulbricht (r.) im Finale von Mont Sainte-Anne – am Ende wurde er ZweiterBei den Winterspielen in Italien hatte er zu den Medaillenkandidaten gehört, war aber nach einer unverschuldeten Kollision im Viertelfinale ausgeschieden: Ulbricht und Teamkollege Martin Nörl waren im dritten Lauf mit dem Italiener Lorenzo Sommariva und dem Amerikaner Nick Baumgartner ins Rennen gegangen. In einer Linkskurve rutschte Nörl dann nach einem Kontakt mit dem Amerikaner mit seinem Board weg und riss seinen Teamkollegen mit.
„Es ist eine unglückliche Situation unter uns Teamkollegen“, sagte Ulbricht vor Ort. „Sehr ärgerlich, aber eben auch schwierig zu vermeiden in unserem Sport.“
Erst der zweite Deutsche, dem dies gelingt
Vor dem letzten Weltcup-Rennen dieses Winters nun führte Ulbricht mit dem winzigen Vorsprung von gerade mal einem Punkt auf den Franzosen Chollet und lag 45 Zähler vor dem Australier Lambert. Und dann, als es darauf ankam, behielt er die Nerven – und hatte im Gegensatz zu Olympia auch nicht das Pech auf seiner Seite.
In Livigno schob Ulbricht noch FrustDa Chollet bereits im Viertelfinale ausschied, konnte dem jungen Deutschen nur noch der Australier den großen Triumph streitig machen. Beide, Ulbricht und Lambert, fuhren dann souverän ins Finale. Das gewann zwar der Australier, als Zweiter aber rettete Ulbricht 22 Punkte seines Vorsprungs ins Ziel und feierte mit dem Gesamtweltcupsieg den größten Erfolg seiner Karriere. Nach Martin Nörl, der 2022 und 2023 die große Kristallkugel gewonnen hatte, ist er erst der zweite deutsche Snowboardcrosser, dem das gelingt.
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