Kölner Joker benötigt nur 34 Sekunden – Frankfurt verspielt 2:0-Führung
Der 1. FC Köln hat beim Bundesliga-Debüt seines neuen Cheftrainers René Wagner den ganz großen Befreiungsschlag bei Eintracht Frankfurt verpasst, aber immerhin einen Punkt im Kampf gegen den Abstieg gerettet. Die Rheinländer erkämpften sich im ersten Spiel nach der Trennung von Ex-Coach Lukas Kwasniok ein 2:2 (0:0), blieben damit aber im achten Spiel nacheinander sieglos. Überschattet wurde die Partie in der Schlussphase von einem Rettungseinsatz auf der Tribüne.
Frankfurts Stürmer Jonathan Burkardt (66. Minute) und Arnaud Kalimuendo (69.) brachten die Eintracht mit einem Doppelschlag mit 2:0 in Führung. Köln zeigte aber Moral und glich die Begegnung durch Treffer von Jakub Kaminski (70.) und den erst 34 Sekunden zuvor eingewechselten Alessio Castro-Montes (83.) aus.
In der Tabelle der Fußball-Bundesliga liegen die Kölner nach dem 28. Spieltag unverändert auf dem 15. Rang und haben zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, den der FC St. Pauli belegt. Die Eintracht bleibt Tabellensiebter und verpasste die Chance, auch das vierte Heimspiel unter dem spanischen Trainer Albert Riera zu gewinnen.
Diesmal nur ein Punkt: Frankfurts Trainer Albert RieraBeinahe hätte der 37-jährige Wagner schon nach 36 Sekunden das erste Tor seiner Mannschaft bejubeln können. Bei einem eigentlich harmlosen Schuss von Kaminski konnte Michael Zetterer den Ball nicht festhalten. Den Abstauber brachte Kölns Angreifer Ragnar Ache aber nicht am Eintracht-Keeper vorbei ins Tor.
Nach dieser frühen Topchance kontrollierten die Hausherren die Partie mit viel Ballbesitz und suchten dabei häufig auf dem linken Flügel Kalimuendo, der dem FC mit seiner Geschwindigkeit Probleme bereitete und mit seinen Hereingaben immer wieder für Gefahr sorgte.
Wilde fünf Minuten mit drei Toren
Die erste nennenswerte Gelegenheit der Frankfurter hatte Ansgar Knauff, der seinen Schuss neben den linken Pfosten setzte (24.). Die Partie wurde nun offener. Kölns Shootingstar Saïd El Mala verfehlte mit einem Abschluss knapp das Tor (26.). Danach hatten beide Teams bis zum Seitenwechsel gute Konterchancen, um in Führung zu gehen.
Doch Kalimuendo scheiterte aus spitzem Winkel an Kölns Keeper Marvin Schwäbe (34.). Auf der Gegenseite setzte El Mala Kaminski perfekt in Szene. Der Pole nahm den Ball unsauber an, sodass Zetterer im letzten Moment das 1:0 für die Gäste verhindern konnte (41.).
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Nach dem Seitenwechsel war die Partie von der Spannung geprägt, beide Mannschaften suchten durchaus den Weg nach vorn. Klare Torchancen gab es aber lange Zeit nicht – auch, weil es sowohl bei der Eintracht als auch beim FC immer wieder an der Passgenauigkeit haperte.
Das änderte sich in der 66. Minute, als der eingewechselte Farès Chaïbi mit einer feinen Einzelaktion die Führung für Burkardt vorbereitete. Dann ging es Schlag auf Schlag: Erst erhöhte Kalimuendo mit einem wuchtigen Abschluss auf 2:0, im Gegenzug verkürzte Kaminski mit einem von Frankfurts Hugo Larsson abgefälschten Schuss.
Nach diesen furiosen Minuten wurde es wegen eines Rettungseinsatzes auf der Tribüne still im Stadion. Beide Fanlager schwiegen, der Einsatz wurde von den Sanitätern mit Planen abgeschirmt. Als die Sanitäter die Tribüne wieder verließen, schlug Castro-Montes zum 2:2 zu.
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