Hannover 96 macht rassistische Beleidigung gegen U23-Profi öffentlich
Hannover 96 hat einen Rassismus-Vorfall bei einem Regionalligaspiel seiner U23-Mannschaft öffentlich gemacht. In der Partie beim FSV Schöningen (1:3) sei Hannovers Montell Ndikom (21) von einem Fan rassistisch beleidigt worden, schrieb der Fußballverein auf seiner Internetseite. Die FSV Schöningen aus Niedersachsen ist wegen einer Stellungnahme angefragt.
„Wir haben unmittelbar nach dem Spiel ausführlich mit Montell gesprochen, der die Situation sehr klar schildert“, heißt es in dem 96-Statement: „Bei aller Sensibilität, die der Umgang mit einer solchen Thematik erfordert, waren wir uns gemeinsam sofort einig, dass wir diesen Vorfall nicht einfach hinnehmen können, sondern ihn in den öffentlichen Raum tragen müssen.“
Das Spiel sei für zehn Minuten unterbrochen gewesen, sagte Hannovers Co-Trainer Timo Struckmeier der „Neuen Presse“: „Wir haben uns nach Rücksprache mit Monti dann trotzdem entschlossen, weiterzuspielen.“ Das Offensivtalent, das im Januar 2024 einen Profivertrag bei 96 unterschrieben hatte, wollte für einen Einwurf den ins Aus gerollten Ball holen. Dabei sei er beleidigt worden.
Laut des Berichts sei der Übeltäter zwar ausgemacht worden, Konsequenzen sollen aber nicht gezogen worden sein. Er durfte demnach die Partie weiter verfolgen.
„Rassismus darf keinen Platz haben“, schreibt Hannover 96
Aus dem Liveticker des Heimvereins geht hervor, dass die Partie in der Regionalliga Nord unterbrochen war. „Verwirrung – Spielunterbrechung. Schiris sprechen mit den Trainern an der Außenlinie. Eventuell Rassismus-Vorfall?!“, steht dort in einem Eintrag zur 25. Spielminute geschrieben. Nach Angaben der „Neuen Presse“ folgte nach dem Vorfall eine Durchsage, dass der Klub für Toleranz und Offenheit stehe.
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„Wenn einer unserer Spieler rassistisch beleidigt wird, betrifft das nicht nur ihn, sondern uns als gesamten Klub. Wir erwünschen uns eine konsequente Aufarbeitung dieses Vorfalls“, heißt es in der Stellungnahme von Hannover 96: „Rassismus darf keinen Platz haben. Nicht auf dem Rasen, nicht auf der Tribüne - nirgendwo in unserer Gesellschaft.“
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