„Ich fordere dich heraus, Anthony Joshua“ – brüllt Fury den Ringgast an
Der frühere Schwergewichtsweltmeister Tyson Fury ist erfolgreich in den Ring zurückgekehrt. Der 37 Jahre alte Brite, der in der Vergangenheit schon fünf Mal sein Karriereende erklärt hatte, besiegte den Russen Arslanbek Machmudow im Comeback-Kampf deutlich nach einstimmiger Punkte-Entscheidung in dem Schlagabtausch über zwölf Runden.
476 Tage nach seinem letztmaligen Kampf feierte der impulsive Profi in seinem 38. Profi-Duell einen ungefährdeten Erfolg. Fury forderte noch im Ring lautstark ein erstmaliges britisch-britisches Duell mit dem anderen Ex-Weltmeister Anthony Joshua. „Ich will euch den Kampf geben, auf den ihr alle wartet“, rief Fury der Menge zu. „Ich fordere dich heraus, Anthony Joshua. Nimmst du meine Herausforderung an?“, brüllte er in Richtung des 36-Jährigen, der den Kampf als Gast besuchte.
Joshua zeigte sich zurückhaltend. „Du bist ein Ruhmsüchtiger“, antwortete Joshua, als ihm das Mikrofon gereicht wurde: „Du sagst mir nicht, was ich zu tun habe. Ich bin der Boss. Du arbeitest für mich.“ Verträge würden verschickt, sagte er, „und dann sehen wir uns vielleicht im Ring, mehr als wahrscheinlich. Aber ich bin nicht hier, um in den Ring zu steigen und jemandem ins Gesicht zu schreien. Wenn man sich meine Erfolgsbilanz ansieht, habe ich das noch nie gemacht“, fügte er hinzu.
Er merkte auch an, dass er nach dem Tod zweier enger Freunde bei einem tödlichen Autounfall in Nigeria noch dabei sei, „einige Dinge zu klären“. Joshua war Beifahrer in dem Fahrzeug.
Im Londoner Fußballstadion der Tottenham Hotspur wurde das Feuerwerk schon beim Einlauf des Boxidols abgebrannt. Nur die erste Runde gehörte Furys Kontrahenten, der 2023 vom aktuell besten deutschen Schwergewichtler Agit Kabayel besiegt worden war. Dann begann die souveräne, aber glanzlose Fury-Show.
Machmudow war für Fury schnell keine Gefahr mehr
Auf Furys Wunsch hin wurde seinem Einmarsch in den Ring eine Hommage an den verstorbenen Ricky Hatton vorangestellt, den aus Manchester stammenden ehemaligen Weltmeister, der letztes Jahr im Alter von 46 Jahren verstorben war. Die Botschaft „RIP Ricky“ war auf die Rückseite von Furys Shorts gestickt.
Der „Gypsy King“ kam besser in den Kampf. Der stetig müder und unkoordinierter wirkende Machmudow setzte zwar seine Treffer, doch seinen Versuchen fehlte zunehmend die Präzision. Ab der vierten Runde verfehlten immer mehr Schläge ihr Ziel. Der konditionell stärkere Fury kontrollierte das Geschehen. Machmudow umklammerte den anderen Hünen zunehmend und sorgte kaum noch für Gefahr.
Fury hatte 2015 Wladimir Klitschko besiegt und sich zum ersten Mal die WM-Krone aufgesetzt. Danach folgte eine lange schwere Episode in seinem Leben und er kämpfte erst drei Jahre später wieder.
Weitere Rücktritte und Comebacks folgten. Im Dezember 2024 kassierte Fury seine zweite Niederlage gegen den aktuellen Dreifach-WM-Champion Oleksandr Usyk aus der Ukraine im WM-Rückkampf der beiden Superstars – es waren die einzigen Niederlagen als Profi. Danach beendete er mal wieder seine Karriere.
„Wenn Anthony Joshua keine Lust hat, dann holen wir Usyk für die Trilogie“, sagte Fury auf der Pressekonferenz nach dem Kampf.
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