Welcher deutsche Fußballfan erinnert sich nicht an jenen 5. Juli vor zwei Jahren. Im Stuttgarter Stadion lief die Verlängerung im EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Spanien. Es stand 1:1, als Jamal Musiala in der 106. Minute auf das Tor der Spanier schoss – und Marc Cucurella den Ball mit der Hand blockte.

Schiedsrichter Anthony Taylor pfiff keinen Strafstoß, was der europäische Verband Uefa später als Fehlentscheidung wertete. Es hätte, hieß es, Elfmeter geben müssen, da der Arm nicht eng am Körper war.

Jamal Musiala (l.) schießt und Marc Cucurella (Nr. 24) blockt den Schuss mit der Hand ab. Doch Elfmeter gibt es nicht

Spanien siegte am Ende 2:1 durch ein Tor des früheren Dortmunders Mikel Merino – und wurde Europameister.

Jetzt stand Marc Cucurella mal wieder im Mittelpunkt einer Handspiel-Diskussion – und erlebte ein kleines Déjà-vu. Beim 0:3 des FC Chelsea bei Brighton & Hove Albion bekam der Blues-Verteidiger nach einer Flanke den Ball im Strafraum an den linken Oberarm. Seine Reaktion? Er klopfte sich mehrfach auf die Brust, vermutlich um dem Schiedsrichter zu signalisieren, dass er dort vom Ball getroffen wurde.

VAR meldet sich nicht

Die Brighton-Spieler protestieren heftig beim Unparteiischen und forderten gestenreich einen Handelfmeter – doch der blieb aus. Auch der Videoschiedsrichter schaltete sich bei der Szene in der 54. Spielminute nicht ein.

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Nach Ansicht des früheren Schiedsrichters Manuel Gräfe hätte Cucurella auch im Premier-League-Spiel am Dienstagabend mit einem Elfmeter bestraft werden müssen.

„Elfer! Nichts anderes!“, schrieb Gräfe bei X. Cucurella habe den Ball mit seinem Arm „absichtlich geblockt“, der ganze Bewegungsablauf sei „wieder eindeutig“ gewesen.

Zumindest die Handspiel-Diskussion aus dem EM-Spiel gegen Deutschland wird Cucurella nicht so schnell los. „Und jetzt kommen sie und sagen, es war ein Elfmeter. Was soll das bringen? Das wahre Problem ist, dass es eine große Verwirrung um die Regeln gibt“, hatte der 27-Jährige im Interview der italienischen Zeitung „Gazzetta dello Sport“ gesagt.

Er gab aber auch zu, im ersten Moment mit dem Schlimmsten gerechnet zu haben: „Mamma mia, was für ein Schreck. Ich machte mir in die Hose.“

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