Trump will den Iran loswerden – Italien hofft auf WM-Ticket
Ein Sonderbeauftragter von US-Präsident Donald Trump will das Team des Iran laut einem Medienbericht bei der Fußball-WM 2026 mit dem in der Qualifikation gescheiterten viermaligen Weltmeister Italien ersetzen. Das berichtete die „Financial Times“ unter Berufung auf Aussagen des Gesandten Paolo Zampolli. Die Weltmeisterschaft wird in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen.
„Ich kann bestätigen, dass ich Trump und Infantino (Fifa-Präsident Gianni Infantino, die Redaktion) vorgeschlagen habe, dass Italien den Iran bei der WM ersetzt“, sagte Zampolli demnach. Zampolli (56) ist in Mailand geboren und später in die USA eingewandert. Für ihn sei es „ein Traum“, wenn Italien bei einem Turnier vertreten sei, das in den USA stattfinde. „Mit vier Titeln haben sie die Reputation, die eine Aufnahme rechtfertigt.“
Italien war in den Play-offs zur WM an Außenseiter Bosnien-Herzegowina gescheitert. Wie schon 2018 in Russland und 2022 in Katar bleibt der einst so stolzen Fußballnation auch in diesem Sommer bei der WM nur die Zuschauerrolle.
Der Geschäftsmann ist ein Freund von Donald Trump. Er erzählt gern die Geschichte, dass er dem US-Präsidenten dessen spätere Ehefrau Melania vorgestellt habeHintergrund des Vorstoßes des Weißen Hauses soll das Bemühen sein, das angeschlagene Verhältnis von Trump zu Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu reparieren. Die beiden Staats- und Regierungschefs hatten sich im Anschluss an die Attacken von Trump auf Papst Leo XIV zuletzt gegenseitig mit Kritik überzogen.
„Stand jetzt nehmen wir an der WM teil“, sagt Irans Verbandschef
Allerdings startet der Iran derweil in die Vorbereitungen. Laut dem iranischen Fußballverband findet das erste Trainingslager mit vorläufig 30 Spielern in Teheran statt. Am 6. Mai reist das Team dann weiter in die Türkei, wo es auch vier Vorbereitungsspiele bestreiten will – unter anderem gegen die spanische Nationalmannschaft. Anschließend reist das Team in die USA. „Stand jetzt nehmen wir teil“, sagte Verbandschef Mehdi Tadsch laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Sollte es jedoch zu einem erneuten Kriegsausbruch kommen, werde Tadsch zufolge die Politik über eine Teilnahme entscheiden.
Irans Teilnahme an der WM war wegen des Krieges mit den USA in den vergangenen Wochen infrage gestellt worden. Fifa-Präsident Infantino hatte zuletzt aber bekräftigt, dass der Iran „auf jeden Fall“ an der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer teilnehmen werde. „Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher“, sagte Infantino auf dem „Invest in America Forum“ des Fernsehsenders CNBC. Er betonte, wie wichtig die Teilnahme des Landes an der WM sei.
Die drei Vorrundenspiele des Irans gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten sind in Seattle und nahe Los Angeles geplant. Den Wunsch des Irans, die Spiele nach Mexiko zu verlegen, hatte die Fifa abgelehnt. Die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli.
Sollte der Iran nicht spielen, wäre eigentlich ein Verband aus Asien der logische Nachrücker, in diesem Fall wohl die Vereinigten Arabischen Emirate. Der Fifa hat aber offenbar auch die Möglichkeit, ein Team frei zu bestimmen.
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