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RB Leipzig empfängt am Freitagabend in der Fußball-Bundesliga Union Berlin. Die Gastgeber leisten sich vorab eine umstrittene Spitze. Im Fokus: die Trainerin der Hauptstädter.

Der Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat aufgrund eines Posts auf der Plattform X am Donnerstag viel Kritik einstecken müssen. Die Sachsen reagierten mit dem Beitrag auf eine vorherige Provokation des Liga-Konkurrenten 1. FC Union Berlin, der am Freitagabend in Leipzig fürs Abendspiel (20.30 Uhr/Sky) zu Gast ist.

Der Hintergrund: Auf ihrem X-Account hatten die Berliner bereits am Dienstag geschrieben: „Also an Leipzig selbst liegt’s ja nicht – schon ne schöne Stadt ...“. Darauf folgten Fan-Hinweise für Auswärtsfahrer. In dem Post steckt eine Spitze gegen den Fußballklub RB Leipzig, der aufgrund des Hauptsponsors Red Bull und seiner erst jungen Bundesliga-Geschichte bei vielen Fans unbeliebt ist.

Die Leipziger ließen das nicht kommentarlos stehen und antworteten zwei Tage später. „Eure Cheftrainerin fand nicht nur die Stadt ganz schön …“, schrieb der Klub bei X und zeigte dazu eine Fotocollage mit Union-Trainerin Marie-Louise Eta. Auf den vier einzelnen Bildern ist sie in RB-Kleidung zu sehen, unter anderem mit Ex-Leipzig-Coach Marco Rose und den Ex-Leipzig-Spielern Emil Forsberg und Dominik Szoboszlai.

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Eta hatte im November 2022 während ihrer Ausbildung zur Pro-Lizenz eine Woche lang bei Rose hospitiert. „Fünf Tage lang tauchte sie in den Trainingsalltag ein, verfolgte Abläufe aus nächster Nähe und tauschte sich unter anderem mit Dominik Szoboszlai und Emil Forsberg aus“, heißt es auf der Homepage der Leipziger. Etas Mann Benjamin arbeitet als Trainer der Leipziger U20-Frauenmannschaft.

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Post von RB Leipzig sorgt für Diskussionen in sozialen Medien

Der Post soll wohl darauf abzielen, dass Eta nicht nur die Stadt Leipzig, sondern auch RB als Verein gefiel. Doch einige Nutzer kritisierten die Formulierung und empfanden den Beitrag als geschmacklos, gar sexistisch. „Das ist übrigens auch stabiler Sexismus, er ist nicht direkt gemeint, aber viele verstehen ihn“, schrieb einer. Ein anderer kommentierte: „Ihr braucht zum CSD gar keine Regenbogenflagge mehr hissen, wenn ihr im Gegenzug Frauen so sexistisch behandelt.“

Manche User argumentierten hingegen, dass Eta die Collage am 1. Januar 2023 selbst auf ihrem Instagram-Profil gepostet hatte und sie offenbar stolz auf die Begegnungen gewesen sei. Wer hier Sexismus sieht, „ist vielleicht selbst das Problem“, schrieb ein Nutzer.

RB Leipzig äußerte sich zu den Vorwürfen. „Sexismus hat bei RB Leipzig keinen Millimeter Platz. Wir freuen uns sehr auf die Rückkehr von Marie-Louise Eta, die 2022 bei RB Leipzig hospitiert und ihre Zeit im Club anschließend in einer Foto-Collage auf Social Media dokumentiert hat“, teilte RB auf Anfrage mit und erklärte: „Diese Collage haben wir nun erneut – mit einem Verweis auf ihre schöne Zeit in Leipzig und als Reaktion auf einen vorherigen Union-Post – veröffentlicht.“

Zudem verwies der sächsische Bundesligist darauf, dass Frauen bei ihm diverse Führungspositionen innehätten. Union wollte den X-Beitrag von RB Leipzig nicht kommentieren. Etas Beförderung zur Cheftrainerin der Berliner ist historisch. Seitdem war die 34-Jährige auf Social Media mit vielen sexistischen Kommentaren konfrontiert. „Es beschäftigt mich nicht, es sagt mehr über die aus, die das ins Netz stellen als über die, über die was losgelassen wird“, sagte sie selbst dazu.

lw / Mit Material der Nachrichtenagentur DPA
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